Adjektivdeklination in DeutschA2
Lerne die Regeln der Adjektivdeklination im Deutschen, verstehe Stellung und Endungen, und übe mit klaren Beispielen direkt im Kurs.
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Grundfunktion
Adjektive beschreiben Nomen genauer und passen ihre Form an Genus, Numerus und Kasus des Nomens an. Vor dem Nomen stehen sie attributiv und werden meist dekliniert, nach Kopulaverben stehen sie prädikativ und bleiben unverändert. Für die Endung ist außerdem wichtig, ob ein bestimmter Artikel, ein unbestimmter Artikel oder kein Artikel vor dem Nomen steht, wie im Überblick zu Adjektivstellung und Kongruenz und Kasus Einführung vorbereitet wird.
Bestimmter Artikel
Steht vor dem Nomen ein bestimmter Artikel, erhält das Adjektiv meist die schwache Endung. Der Artikel trägt dann schon die wichtigste Kasus und Genusinformation, sodass das Adjektiv vor allem im Plural und in den nicht eindeutigen Formen die passende Endung ergänzt. Die Form erscheint attributiv vor dem Nomen und richtet sich nach dem bestimmten Artikel in Bestimmte Artikel.
| Idee | Beispiel | |
|---|---|---|
Unbestimmter Artikel
Nach einem unbestimmten Artikel folgt die gemischte Deklination. Der Artikel zeigt Genus und meist Kasus an, aber das Adjektiv muss in den Formen ohne klaren Artikelrest die fehlende Information tragen. Diese Form steht ebenfalls attributiv vor dem Nomen und baut auf den Formen aus Unbestimmte Artikel auf.
| Idee | Beispiel | |
|---|---|---|
Ohne Artikel
Steht kein Artikel vor dem Nomen, übernimmt das Adjektiv die starke Deklination. Dann trägt es die Kasus, Genus und Numerusinformation besonders deutlich selbst. Solche Nullartikel Situationen treten häufig bei Stoffnamen, festen Wendungen und allgemeinen Aussagen auf.
| Idee | Beispiel | |
|---|---|---|
Stellung
Attributive Adjektive stehen vor dem Nomen und bilden mit ihm eine Einheit. Prädikative Adjektive stehen nach Kopulaverben wie sein, werden oder bleiben und werden nicht dekliniert. Die Satzstellung entscheidet also, ob überhaupt eine Endung erscheint, während die Grundregeln der Adjektivstellung in Adjektivstellung und Kongruenz weiter ausgebaut werden.
| Idee | Beispiel | |
|---|---|---|
Sonderformen
Zahladjektive, Possessivadjektive und Demonstrativwörter können die Endung des Adjektivs beeinflussen, weil sie selbst schon viel grammatische Information tragen. Dann nähert sich die Adjektivdeklination oft der schwachen oder gemischten Form an. Für die Einordnung dieser Wortarten helfen besonders Zahladjektive, Possessivadjektive und Demonstrativadjektive.
| Idee | Beispiel | |
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Gebrauch
Die Endung wird immer durch Kasus, Genus und Numerus des Nomens bestimmt, nicht durch die Bedeutung des Adjektivs. In der Standardsprache werden die Endungen klar markiert, auch wenn sie in gesprochener Sprache manchmal verkürzt erscheinen oder regional schwächer klingen, besonders im Süden und in Österreich. Wer die Formen sicher beherrscht, kann sie später auch in Indefinitadjektive, Komparative Adjektive und Superlativ Adjektive zuverlässig anwenden.
| Region | Wort oder Phrase | Regionale Definition | Beispiel | |
|---|---|---|---|---|
| In der Standardsprache werden die attributiven Endungen deutlich ausgesprochen und geschrieben. | ||||
| In Österreich klingen Endungen in der Alltagssprache oft kürzer oder abgeschwächt. | ||||
| Im Süden werden Endungen in der gesprochenen Sprache häufig verkürzt. |
Zusammenfassung
Adjektive stehen attributiv vor dem Nomen oder prädikativ nach Kopulaverben, und ihre Form richtet sich nach der grammatischen Umgebung. Nach bestimmtem Artikel erscheint meist die schwache, nach unbestimmtem Artikel die gemischte und ohne Artikel die starke Deklination. Wer Kasus, Genus und Numerus sicher erkennt, wählt die richtige Endung und versteht auch Sonderfälle mit Zahladjektiven, Possessiva und Demonstrativwörtern.