Demonstrativadjektive
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Funktion
Demonstrativadjektive weisen auf ein bestimmtes Nomen hin und grenzen es von anderen Möglichkeiten ab. Sie stehen meist attributiv vor dem Nomen und stimmen in Genus, Numerus und Kasus mit ihm überein. In ihrer Form verhalten sie sich wie die bestimmten Artikel, werden aber durch ihre demonstrative Bedeutung hervorgehoben. Für die Form und die Kongruenz ist auch Adjektivdeklination zentral.
Grundformen
Zu den wichtigsten Demonstrativadjektiven gehören dieser, jener, derjenige, solche und derselbe. Sie werden flektiert und passen sich wie Adjektivstellung und Kongruenz an das Nomen an, das sie begleiten. Die Auswahl der Form hängt davon ab, ob das Nomen maskulin, feminin oder neutral ist und ob es im Singular oder Plural steht.
| Form | Genus | Numerus | Beispiel |
|---|---|---|---|
| dieser | maskulin singular | ||
| diese | feminin singular und plural | ||
| dieses | neutral singular | ||
| jene | feminin singular und plural | ||
| dasjenige | neutral singular |
Deklination
Demonstrativadjektive übernehmen die Endungen der bestimmten Artikel und zeigen damit die volle Kongruenz mit dem Bezugsnomen. Die Formen richten sich nach Kasus, Genus und Numerus und erscheinen deshalb in unterschiedlichen paradigmatischen Reihen. Diese Formähnlichkeit zu bestimmten Artikeln erklärt auch, warum ihre demonstrative Funktion oft erst durch Stellung und Kontext deutlich wird.
| Kasus | Maskulin | Feminin | Neutral | Plural |
|---|---|---|---|---|
| dieser Mann | diese Frau | dieses Haus | diese Leute | |
| diesen Mann | diese Frau | dieses Haus | diese Leute | |
| diesem Mann | dieser Frau | diesem Haus | diesen Leuten | |
| dieses Mannes | dieser Frau | dieses Hauses | dieser Leute |
Stellung
Attributiv steht das Demonstrativadjektiv direkt vor dem Nomen und bestimmt es näher. Pronominal kann es das Nomen selbst ersetzen und trägt dann allein die nominale Funktion im Satz. Die demonstrative Kraft wird besonders deutlich, wenn ein Kontrast aufgebaut wird und nicht der eine, sondern dieser gemeint ist. In süddeutscher und österreichischer Umgangssprache wird diese Funktion oft durch der da, die da oder das da ersetzt.
| Gebrauch | Beschreibung | Beispiel |
|---|---|---|
| steht vor dem Nomen | ||
| ersetzt das Nomen | ||
| hebt eine Auswahl hervor | ||
| ersetzt die formellere Form |
Besonderheiten
Jener wirkt heute oft altmodisch, literarisch oder formell und wird im Alltag seltener verwendet. Solche verweist auf eine Gruppe oder einen Typ und fasst mehrere ähnliche Fälle zusammen. Derselbe markiert Identität oder Unverändertheit und zeigt, dass genau dieselbe Sache erneut gemeint ist. Derjenige hebt eine Person oder einen Gegenstand hervor und verbindet sich häufig mit einem nachgestellten Bestimmungsteil, wenn genau eine bestimmte Einheit gemeint ist.
| Form | Funktion | Gebrauch | Beispiel |
|---|---|---|---|
| distale Bezugnahme | wirkt formell oder literarisch | ||
| Typ oder Gruppe | verweist auf ähnliche Fälle | ||
| Identität | bezeichnet unveränderte Wiederholung | ||
| Hervorhebung | markiert eine genau bestimmte Person |
Überblick
Demonstrativadjektive deklinieren wie die bestimmten Artikel und passen sich damit konsequent an ihr Bezugswort an. Attributiv stehen sie vor dem Nomen, pronominal können sie es ersetzen, und im Kontrast rücken sie die gemeinte Auswahl in den Vordergrund. Wer die Formen, die Kongruenz und die Stellung sicher beherrscht, kann diese Wörter präzise unterscheiden und sie auch als Grundlage für Demonstrativpronomen verstehen.