Lerne die Kasus im Deutschen kennen: Nominativ, Akkusativ und Dativ. Verstehe Subjekt-Objekt-Beziehungen und wende sie sicher an.

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Kasus zeigen die grammatische Rolle eines Wortes im Satz. Der Nominativ markiert das Subjekt und den Prädikatsnominativ nach sein, werden und bleiben. Der Akkusativ markiert meist das direkte Objekt und oft auch das Ziel bei Bewegung, während der Dativ das indirekte Objekt und den Empfänger oder die Bezugsperson bezeichnet.

Der Nominativ fragt nach wer oder was und steht beim Subjekt. Er erscheint auch nach sein, werden und bleiben, wenn ein Nomen eine neue Eigenschaft oder Identität beschreibt. Beim Vergleich mit Akkusativ und Dativ ist wichtig, dass der Nominativ nie von einer Präposition verlangt wird, sondern von der Satzfunktion.

IdeeBeispiel
Im Nominativ steht der bestimmte Artikel im maskulinen Singular als der.🟦Der Mann liest.
Im Nominativ steht der bestimmte Artikel im femininen Singular als die.🌸Die Frau arbeitet.
Im Nominativ steht der bestimmte Artikel im neutralen Singular als das.📘Das Kind schläft.
Im Nominativ steht der bestimmte Artikel im Plural als die.👥Die Kinder spielen.

Der Akkusativ fragt nach wen oder was und kennzeichnet meist das direkte Objekt. Er steht außerdem nach vielen Akkusativpräpositionen und oft bei einer Bewegung mit Zielrichtung, was besonders in Wechselpräpositionen wichtig ist. Im Neutrum fällt der Akkusativ oft mit dem Nominativ zusammen, sodass die Form im Singular gleich bleibt.

IdeeBeispiel
Im Akkusativ verändert sich der bestimmte Artikel im maskulinen Singular zu den.🧑Ich sehe den Mann.
Im Akkusativ bleibt der bestimmte Artikel im femininen Singular die.🌷Ich sehe die Frau.
Im Akkusativ bleibt der bestimmte Artikel im neutralen Singular das.🧸Ich sehe das Kind.
Im Akkusativ bleibt der bestimmte Artikel im Plural die.👨‍👩‍👧Ich sehe die Kinder.
Im Akkusativ folgen viele Präpositionen wie für, durch, gegen, ohne und um.🚪Wir gehen durch den Park.

Der Dativ fragt nach wem oder was und markiert meist das indirekte Objekt oder den Empfänger. Er steht außerdem nach vielen Dativpräpositionen wie mit, bei, aus, zu, seit und von. In Kasusinteraktionen ist der Dativ besonders wichtig, weil er im Plural oft eine zusätzliche n Endung auslöst.

IdeeBeispiel
Im Dativ verändert sich der bestimmte Artikel im maskulinen Singular zu dem.👨Ich helfe dem Mann.
Im Dativ verändert sich der bestimmte Artikel im femininen Singular zu der.👩Ich helfe der Frau.
Im Dativ verändert sich der bestimmte Artikel im neutralen Singular zu dem.👶Ich helfe dem Kind.
Im Dativ verändert sich der bestimmte Artikel im Plural zu den mit n Endung.🧒Ich helfe den Kindern.
Im Dativ folgen viele Präpositionen wie mit, bei, aus, zu, seit und von.🚌Ich fahre mit dem Bus.

Die Artikel zeigen den Kasus besonders deutlich und unterscheiden sich nach Genus und Numerus. Maskuline, feminine, neutrale und pluralische Formen haben jeweils eigene Muster für den bestimmten, unbestimmten und negativen Artikel. Der Plural kennt keinen unbestimmten Artikel und verwendet deshalb nur den bestimmten oder den negativen Artikel.

IdeeBeispiel
Maskulin hat im Nominativ die Formen der, ein und kein. Im Akkusativ lauten sie den, einen und keinen. Im Dativ lauten sie dem, einem und keinem.🧔Der Mann sieht einen Hund und hilft keinem Hund.
Feminin hat im Nominativ die Formen die, eine und keine. Im Akkusativ bleiben sie die, eine und keine. Im Dativ lauten sie der, einer und keiner.👩Die Frau sieht eine Katze und hilft keiner Katze.
Neutrum hat im Nominativ die Formen das, ein und kein. Im Akkusativ bleiben sie das, ein und kein. Im Dativ lauten sie dem, einem und keinem.🧸Das Kind sieht ein Buch und hilft keinem Kind.
Der Plural hat im Nominativ und Akkusativ die Formen die und keine. Im Dativ lauten sie den und keinen, oft mit n Endung beim Nomen.👨‍👩‍👧Die Kinder sehen keine Hunde und helfen den Hunden.

Personalpronomen wechseln ihre Form nach Kasus und übernehmen dieselben Funktionen wie Nomen. Im Akkusativ stehen Formen wie mich, dich und ihn, im Dativ mir, dir und ihm. Einige Formen überschneiden sich, besonders sie für Nominativ und Akkusativ im Femininum und Plural, sowie es im Nominativ und Akkusativ des Neutrums.

PersonNominativAkkusativDativ
1. Person Singularichmichmir
2. Person Singulardudichdir
3. Person Singular Maskulinerihnihm
3. Person Singular Femininsiesieihr
3. Person Singular Neutrumesesihm
1. Person Pluralwirunsuns
2. Person Pluralihreucheuch
3. Person Pluralsiesieihnen
HöflichkeitsformSieSieIhnen

Adjektive passen ihre Endung an Artikel, Genus, Numerus und Kasus an. Bei starkem Muster tragen sie die deutlichsten Endungen, bei schwachem Muster übernehmen die Artikel die meiste Kennzeichnung, und bei gemischtem Muster teilen sich beide die Aufgabe. Die wichtigsten Endungen sind er, e, es und en, wobei vor allem der Nominativ, der Akkusativ und der Dativ unterschiedliche Signale geben.

MusterIdeeBeispiel
StarkOhne Artikel trägt das Adjektiv die volle Kasusmarkierung.🌟kalter Wind
SchwachNach bestimmtem Artikel steht meist die Endung en, e oder er je nach Form.🧣der kalte Wind
GemischtNach unbestimmtem oder negativem Artikel teilen sich Artikel und Adjektiv die Markierung.🍎ein kalter Wind
Dativ PluralIm Dativ Plural erscheint sehr oft die Endung en.👟mit kalten Schuhen

Präpositionen legen den Kasus fest und sind deshalb ein zuverlässiger Auslöser für Formenwechsel. Akkusativpräpositionen wie für, durch, gegen, ohne und um verlangen den Akkusativ, Dativpräpositionen wie mit, bei, aus, zu, seit und von verlangen den Dativ. Wechselpräpositionen steuern den Kasus nach Bedeutung: Ort verlangt Dativ, Richtung verlangt Akkusativ, und genau diese Unterscheidung verbindet das Thema mit Nominativ, Akkusativ und Dativ.

IdeeBeispiel
Für verlangt den Akkusativ.🎁Das Geschenk ist für den Freund.
Mit verlangt den Dativ.🚲Ich fahre mit dem Rad.
Ort verlangt bei Wechselpräpositionen den Dativ.🏠Das Bild hängt an der Wand.
Richtung verlangt bei Wechselpräpositionen den Akkusativ.🚪Ich hänge das Bild an die Wand.

Einige Formen sehen in mehreren Fällen gleich aus, deshalb zählt immer die Satzfunktion mit. Das neutrale Nomen hat im Nominativ und Akkusativ oft dieselbe Form, und im Plural erscheint im Dativ häufig ein zusätzliches n. Manche maskuline Nomen folgen außerdem der n Deklination und erhalten in mehreren Fällen eine besondere Endung. Genitiv wird im gesprochenen Deutsch oft durch von mit Dativ ersetzt, und in süddeutschen oder österreichischen Varianten können einzelne Formen stärker vom Standard abweichen.

IdeeBeispiel
Neutrum zeigt im Nominativ und Akkusativ oft dieselbe Form.🧸Das Kind sieht das Kind.
Im Plural steht im Dativ häufig ein zusätzliches n.👨‍👩‍👧mit den Kindern.
Einige maskuline Nomen bilden eine n Deklination.🧑mit dem Jungen.
Genitiv wird im Alltag oft durch von plus Dativ ersetzt.🏡das Auto von dem Nachbarn.

Kasus erschließen die Satzrollen von Subjekt, direktem Objekt und indirektem Objekt und machen die Beziehung zwischen Nomen, Pronomen und Verb sichtbar. Wer die Formen von Artikeln, Personalpronomen und Adjektiven sicher erkennt, kann die Deklination in Nominativ, Akkusativ und Dativ zuverlässig lesen und bilden. Präpositionen und feste Verben liefern dabei die stärksten Signale, während Überlappungen nur dann sicher verstanden werden, wenn die Satzfunktion mitgedacht wird.

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Last updated: Mon Jun 1, 2026, 3:45 AM

Der Akkusativ im Deutschen — Endungen und Regeln — Go Loco