Genitiv in DeutschGenitive in GermanA2
Lerne den Genitiv kennen: Bildung, Regeln und praxisnahe Beispiele. Übe Besitzformeln und wende Grammatik sicher im Alltag an.
Learn the genitive: formation, rules, and practical examples. Practice possessive constructions and apply grammar confidently in everyday life.
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FunktionFunction
Der Genitiv zeigt Zugehörigkeit, Beziehung und Abhängigkeit an. Er beantwortet oft die Frage wessen oder wovon und steht besonders in schriftlicher Sprache, in festen Wendungen und nach bestimmten Präpositionen. In der Nominalgruppe beschreibt er ein Nomen genauer, etwa als Besitzer, Teilmenge oder nähere Bestimmung. Für die Satzverwendung sind außerdem die Beziehungen zu Nominativ, Akkusativ und Dativ wichtig.
The genitive indicates belonging, relationship and dependence. It often answers the question 'whose' or 'of what', and is particularly common in written language, in fixed phrases and after certain prepositions. In the nominal group it describes a noun more precisely, for example as owner, subset or a more precise modification. For sentence usage, the relations to Nominative, Accusative and Dative are also important.
Maskuline FormenMasculine Forms
Bei maskulinen und meist auch bei neutralen Nomen steht der Genitiv Singular mit des oder eines oder keines. Viele maskuline Nomen erhalten zusätzlich ein Genitivs, besonders einsilbige Wörter und Eigennamen, während viele fremde oder mehrsilbige Wörter ohne Endung bleiben. Das Attribut steht oft direkt vor dem Bezugswort und wird in der Schriftsprache häufig verwendet.
In masculine and usually also neuter nouns, the genitive singular is formed with des or eines or none. Many masculine nouns also form the genitive with a -s, especially monosyllabic words and proper names, while many foreign or multisyllabic words remain without an ending. The attribute often stands directly before the noun and is frequently used in written language.
| RegelRule | BeispielExample | |
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Neutrale FormenNeutral Forms
Neutrale Nomen bilden den Genitiv Singular mit des oder eines oder keines, und die Form entspricht damit im Artikel oft dem maskulinen Genitiv. Das Nomen selbst erhält häufig ein Genitivs, besonders bei abstrakten Wörtern und bei vielen mehrsilbigen Formen. In der Nominalgruppe ist der neutrale Genitiv daher meist an Artikel und Endung klar erkennbar.
Neutral nouns form the genitive singular with des or eines or keines, and the form thus often corresponds to the masculine genitive in the article. The noun itself frequently receives a genitive form, especially with abstract words and with many multisyllabic forms. In the nominal group the neutral genitive is therefore usually clearly recognizable by the article and ending.
| RegelRule | BeispielExample | |
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Feminine FormenFeminine Forms
Im femininen Genitiv Singular stehen der, einer oder keiner als Artikel. Das Nomen selbst bleibt normalerweise unverändert und bekommt kein Genitivs. Dadurch unterscheidet sich der feminine Genitiv deutlich von maskulinen und neutralen Formen, auch wenn die Funktion dieselbe bleibt.
In the feminine genitive singular, der, einer or keiner serve as articles. The noun itself remains normally unchanged and does not take a genitive -s. Thus the feminine genitive differs clearly from masculine and neutral forms, even though the function remains the same.
| RegelRule | BeispielExample | |
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PluralformenPlural Forms
Im Plural lautet der bestimmte Artikel im Genitiv der. Bei indefiniter oder negativer Bedeutung stehen meist keine eigenen Genitivformen, sondern Umschreibungen wie von oder andere Konstruktionen. Das Pluralnomen bleibt im Genitiv gewöhnlich ohne zusätzliches s, sodass der Fall vor allem über den Artikel und den Kontext sichtbar wird.
In the plural, the definite article in genitive is der. For indefinite or negative meaning there are usually no independent genitive forms, but paraphrases like 'of' or other constructions. The plural noun generally remains in genitive without an additional -s, so the case is visible mainly through the article and the context.
| RegelRule | BeispielExample | |
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PronomenPronouns
Genitivpronomen zeigen Zugehörigkeit, Ersatz oder Bezug auf eine vorher genannte Einheit. Wessen fragt nach einer Person oder Sache im Genitiv, dessen und deren beziehen sich auf männliche, neutrale oder weibliche sowie auf pluralische Bezüge, und die Formen meiner, deiner und seiner erscheinen als possessive Genitivformen. Diese Formen sind besonders in schriftlicher Sprache und in festen Verbindungen wichtig.
Genitive pronouns show belonging, substitution, or reference to a previously mentioned unit. Wessen asks about a person or thing in genitive, dessen and deren refer to masculine, neuter or feminine as well as plural references, and the forms meiner, deiner and seiner appear as possessive genitive forms. These forms are especially important in written language and in fixed phrases.
| RegelRule | BeispielExample | |
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AdjektiveAdjectives
Adjektive im Genitiv passen sich an Artikelart und Genus an. Nach bestimmtem Artikel stehen sie schwach und erhalten meist en, nach ein oder kein stehen sie gemischt und erhalten ebenfalls überwiegend en. Ohne Artikel stehen sie stark und zeigen im Genitiv eigene Endungen, die den Kasus sichtbar machen; das ist besonders in Nominalgruppen mit mehreren Attributen relevant.
Adjectives in genitive agree with the article type and gender. After definite article they are weak and usually take -en, after 'ein' or 'kein' they are mixed and also predominantly take -en. Without article they are strong and show in genitive their own endings, which makes the case visible; this is especially relevant in noun groups with several attributes.
| RegelRule | BeispielExample | |
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GenitivverbenGenitive Verbs
Einige Verben und Adjektive regieren historisch den Genitiv, besonders in gehobener oder formaler Sprache. In der modernen Alltagssprache werden diese Strukturen oft durch von, mit oder andere Umschreibungen ersetzt. Der Genitiv bleibt dabei grammatisch möglich, wird aber stilistisch seltener verwendet als in der Schriftsprache.
Some verbs and adjectives historically govern the genitive, especially in elevated or formal language. In modern everyday language these structures are often paraphrased with von, with or other paraphrases. The genitive remains grammatically possible, but is stylistically less often used than in writing.
| RegelRule | BeispielExample | |
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PräpositionenPrepositions
Bestimmte Präpositionen verlangen den Genitiv und verbinden ihn mit Zeit, Ursache, Begleitung oder Grenze. Dazu gehören wegen, während, trotz, statt, aufgrund, außerhalb und einschließlich. In der gesprochenen Sprache weichen einige dieser Verbindungen regional oder stilistisch auf den Dativ aus, doch die genitivische Form bleibt die Standardsprache.
Certain prepositions require the genitive and connect it with time, cause, accompaniment or boundary. These include wegen, während, trotz, statt, aufgrund, außerhalb and einschließlich. In spoken language some of these combinations shift regionally or stylistically to the dative, but the genitive form remains the standard language.
| RegelRule | BeispielExample | |
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Teilung und ZeitPartitives and Time
Der Genitiv erscheint auch in Teilungsangaben und bei Zeitwörtern, wenn eine nicht näher bestimmte Einheit gemeint ist. Solche Formen wirken fest und idiomatisch, etwa bei Mengen, Zeitpunkten oder ungenauen Zeiträumen. In solchen Verwendungen steht der Genitiv oft nicht als Besitzangabe, sondern als stilisierte Ergänzung zu Zahl, Maß oder Zeit.
The genitive also appears in partitive expressions and with time words when an indeterminate unit is meant. Such forms feel fixed and idiomatic, for example with quantities, moments in time, or imprecise time spans. In such uses the genitive is often not a possession indication, but a stylized supplement to number, measure, or time.
| RegelRule | BeispielExample | |
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WortstellungWord Order
Im Genitiv steht das Attribut meist vor dem Bezugsnomen, besonders in schriftlicher Sprache und in dichter Nominalstruktur. Wenn mehrere Bestimmungen zusammentreffen, ordnen sich Genitiv, Adjektiv und weitere Attribute in der Nominalgruppe zu einer kompakten Einheit. In gesprochener Sprache wird diese Struktur häufig durch von plus Dativ ersetzt, ohne dass die Bedeutung verloren geht.
In genitive, the genitive attribute usually stands before the noun it refers to, especially in written language and in a tight nominal structure. When several modifiers occur together, genitive, adjective and other attributes align into a compact unit within the nominal group. In spoken language this structure is often replaced by von plus dative, without loss of meaning.
| RegelRule | BeispielExample | |
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ÜberblickOverview
Der Genitiv zeigt Zugehörigkeit, Teilmenge, Zeit, Ursache und formale Verknüpfung zwischen Wörtern. Seine Formen hängen von Genus, Numerus, Artikelart und der Stellung des Adjektivs ab, während einige Präpositionen und wenige Verben ihn fest verlangen. In der Standardsprache bleibt er ein zentraler Fall für präzise Nominalgruppen, auch wenn im Alltag oft von plus Dativ ausweicht. So verbindet der Genitiv Bedeutung und Form besonders eng.
The genitive shows belonging, part of, time, cause and formal linkage between words. Its forms depend on gender, number, article type and the position of the adjective, while some prepositions and a few verbs require it firmly. In standard language it remains a central case for precise nominal groups, even though in everyday life we often shift to von plus dative. Thus the genitive connects meaning and form especially closely.