Lerne den Nominativ im Deutschen kennen: Bildung, Anwendung und typische Beispiele. Verstehe Subjekte korrekt und übe mit einfachen Sätzen jetzt.

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Der Nominativ kennzeichnet vor allem das Subjekt eines Satzes, also die Person oder Sache, die handelt, denkt oder beschrieben wird. Er steht auch beim Prädikatsnomen nach Kopulaverben wie sein, werden und bleiben. Außerdem erscheint er bei Anrede, bei Titeln und oft bei nominalisierten Infinitiven als Subjekt.

IdeeBeispiel
🧍Das Subjekt steht im Nominativ.📖Der Mann liest.
🪞Nach sein, werden und bleiben steht das Prädikatsnomen im Nominativ.👩‍⚕️Sie ist Ärztin.
🎓Anreden und Titel können im Nominativ stehen.👋Frau Berger kommt.

Im Nominativ lauten die bestimmten Artikel der, die, das und die im Plural. Bei Eigennamen steht oft kein Artikel, in manchen Dialekten aber ein Artikel vor dem Namen. Die Form ist im Nominativ besonders wichtig, weil sie Subjekte schnell erkennbar macht.

IdeeBeispiel
🔹Maskulinum hat im Nominativ den Artikel der.📘Der Lehrer kommt.
🔸Femininum hat im Nominativ den Artikel die.🏙️Die Stadt ist alt.
🔹Neutrum hat im Nominativ den Artikel das.😴Das Kind schläft.
👥Der Plural hat im Nominativ den Artikel die.🎈Die Kinder lachen.

Die unbestimmten Artikel im Nominativ sind ein für Maskulinum und Neutrum sowie eine für Femininum. Im Plural steht kein unbestimmter Artikel, wenn keine Menge ausdrücklich genannt wird. Diese Formen zeigen, dass etwas neu eingeführt oder nicht bestimmt ist.

IdeeBeispiel
🟦Maskulinum hat im Nominativ den unbestimmten Artikel ein.⏳Ein Mann wartet.
🟪Femininum hat im Nominativ den unbestimmten Artikel eine.💬Eine Frau spricht.
🟨Neutrum hat im Nominativ den unbestimmten Artikel ein.🏠Ein Haus steht dort.
🧺Im Plural steht im Nominativ kein unbestimmter Artikel.🪁Kinder spielen im Hof.

Mit dem Negativartikel wird ein Nomen im Nominativ verneint. Die Formen lauten kein, keine, kein und keine im Plural. Er verhält sich wie der unbestimmte Artikel und steht deshalb direkt vor dem Nomen.

IdeeBeispiel
🚫Maskulinum hat im Nominativ kein.📚Kein Schüler ist müde.
🙅Femininum hat im Nominativ keine.💡Keine Idee ist schlecht.
🧊Neutrum hat im Nominativ kein.🧩Kein Problem ist zu groß.
👟Im Plural heißt die Form keine.🚗Keine Autos parken hier.

Die Personalpronomen im Nominativ ersetzen das Subjekt und richten sich nach Person, Zahl und Höflichkeit. Die Formen lauten ich, du, er, sie, es, wir, ihr, sie und Sie. Im Satz steht ihre Nominativform dort, wo die handelnde oder beschriebene Einheit gemeint ist.

SubjektFormBeispiel
1. Person Singular👤ich⏰Ich komme gleich.
2. Person Singular🫵du📚Du lernst schnell.
3. Person Singular maskulin👨er🏡Er wohnt hier.
3. Person Singular feminin👩sie📖Sie liest heute.
3. Person Singular neutral🧸es🌧️Es regnet.
1. Person Plural👥wir🛋️Wir bleiben zu Hause.
2. Person Plural🧑‍🤝‍🧑ihr🕒Ihr kommt später.
3. Person Plural👨‍👩‍👧‍👦sie🤝Sie arbeiten zusammen.
Höflichkeitsform🎩Sie🎫Sie sind eingeladen.

Die Frageform wer steht im Nominativ, wenn nach der Person oder Sache als Subjekt gefragt wird. Als Relativform erscheinen der, die und das, wenn sie im Nebensatz auf ein Nomen im Nominativ zurückverweisen. Bei nominalisierten Infinitiven kann das Verb zum Subjekt werden, etwa beim Lesen oder Schlafen.

IdeeBeispiel
❓Wer fragt nach dem Subjekt.🎒Wer kommt heute.
🔗Die Relativformen verweisen im Nominativ auf ein Bezugswort.🎵Der Mann, der singt, ist mein Onkel.
✍️Nominalisierte Infinitive können als Subjekt stehen.📗Das Lesen entspannt.

Adjektive im Nominativ passen ihre Endung an Artikel und Genus an. Nach bestimmten Artikeln stehen schwache Endungen, nach unbestimmten Artikeln gemischte Endungen und ohne Artikel starke Endungen. Im Nominativ ist besonders wichtig, dass Neutrum und Plural Formen mit Akkusativ teilen, während Maskulinum sich deutlich unterscheidet.

IdeeBeispiel
🟩Starkes Muster steht oft ohne Artikel.🍷Alter Wein schmeckt gut.
🟦Schwaches Muster folgt dem bestimmten Artikel.🐶Der kleine Hund schläft.
🟨Gemischtes Muster folgt dem unbestimmten Artikel.🐕Ein kleiner Hund schläft.
🧩Neutrum und Plural können im Nominativ und Akkusativ gleich aussehen.👶Das gute Kind lacht.

Das unpersönliche es kann als Platzhalter im Nominativ stehen, besonders bei Wetter oder formalen Strukturen. Bei Eigennamen ist der Artikel oft weggelassen, im gesprochenen Deutsch aber regional auch gebraucht. Im Vergleich zu anderen Fällen ist der Nominativ meist nicht durch eine Präposition ausgelöst, sondern durch die Satzfunktion selbst.

IdeeBeispiel
🌦️Unpersönliches es steht als Platzhalter im Nominativ.❄️Es schneit.
🏷️Eigennamen stehen oft ohne Artikel.🌼Anna kommt morgen.
📍Der Nominativ wird normalerweise nicht durch Präpositionen gefordert.🛏️Der Hund schläft im Zimmer.

Der Nominativ markiert vor allem Subjekt und Prädikatsnomen und zeigt damit, wer handelt oder was jemand oder etwas ist. Seine Formen bei Artikeln, Pronomen und Adjektiven müssen sicher erkannt werden, weil sie in vielen Sätzen die Grundstruktur tragen. Für die weiteren Kasus ist diese Form die Ausgangsbasis, während Neutrum und Plural im Nominativ besonders leicht mit dem Akkusativ zusammenfallen.

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Last updated: Mon Jun 1, 2026, 3:45 AM