Relativpronomen
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Einführung
Relativpronomen verbinden einen Nebensatz mit einem Bezugswort und machen dieses Bezugswort genauer. Sie stehen direkt nach dem Nomen oder dem Satzteil, auf den sie sich beziehen, und der Relativsatz wird im Deutschen mit Kommas abgetrennt. Form und Funktion hängen zusammen: Das Pronomen richtet sich im Genus und Numerus nach dem Bezugswort, sein Kasus aber nach seiner Rolle im Relativsatz. So entsteht ein klarer Zusammenhang zwischen Hauptsatz und Nebensatz, wie er auch für Nebensätze wichtig ist.
Grundformen
Die einfachen Relativpronomen lauten der, die und das. Welche Form gebraucht wird, hängt vom Genus und Numerus des Bezugsworts ab, nicht von der Funktion im Relativsatz. Die gleiche Form kann im Relativsatz aber einen anderen Kasus annehmen, wenn sie dort etwa Subjekt, Objekt oder nach einer Präposition steht.
| Idee | Beispiel |
|---|---|
| Maskulin Singular bestimmt der | |
| Feminin Singular bestimmt die | |
| Neutrum Singular bestimmt das | |
| Plural bestimmt die |
Kasus
Im Relativsatz übernimmt das Relativpronomen den Kasus, den seine Funktion verlangt. Als Subjekt steht meist der Nominativ, als direktes Objekt den oder die, und nach vielen Präpositionen steht die entsprechend gebeugte Form. Dadurch kann dasselbe Bezugswort mit verschiedenen Relativformen erscheinen, je nachdem, welche Satzgliedfunktion der Relativsatz ausdrückt.
| Idee | Beispiel |
|---|---|
| Nominativ für das Subjekt | |
| Akkusativ für das Objekt | |
| Dativ nach einer Präposition | |
| Kasus richtet sich nach der Funktion |
Präpositionen
Steht im Relativsatz eine Präposition, gehört sie vor das Relativpronomen. Die Präposition bestimmt den Kasus der Form und bleibt mit dem Pronomen eng verbunden, etwa in der, mit dem oder für die. In festen Verbindungen können auch zusammengesetzte Formen wie worin, worauf oder wobei erscheinen, wenn das Bezugswort unbestimmt ist oder eine Sache gemeint ist.
| Idee | Beispiel |
|---|---|
| Präposition steht vor dem Pronomen | |
| Zusammengesetzte Form ersetzt Präposition und Pronomen | |
| Wobei bezieht sich auf einen Vorgang | |
| In Umgangssprache erscheint oft wo |
Besitz
Für Besitz und Zugehörigkeit verwendet man im schriftsprachlichen Stil die Formen dessen und deren. Dessen bezieht sich auf ein männliches oder sächliches Bezugswort im Singular, deren auf ein weibliches Bezugswort oder auf den Plural. In der gesprochenen Sprache werden diese Formen oft durch Dativkonstruktionen ersetzt, während der Genitiv in der Schriftsprache formeller wirkt.
| Idee | Beispiel |
|---|---|
| Dessen für männlich oder sächlich Singular | |
| Deren für weiblich | |
| Deren für Plural | |
| Schriftsprachlich und formell |
Freie Formen
Wer und was leiten freie Relativsätze ein, also Sätze ohne ausdrücklich genanntes Bezugswort. Wer wird für Personen verwendet, was für Sachliches, Abstraktes oder Unbestimmtes. Diese Formen können eine allgemeine Aussage bündeln und wirken besonders nützlich, wenn kein einzelnes Nomen im Vordergrund steht.
| Idee | Beispiel |
|---|---|
| Wer für Personen | |
| Was für Sachliches | |
| Wer allgemein auf Personen verweist | |
| Was auf Unbestimmtes verweist |
Stellung
Der Relativsatz folgt direkt auf das Bezugswort, damit die Beziehung eindeutig bleibt. Zwischen Hauptsatz und Relativsatz steht ein Komma, und die Einbettung kann einschränkend oder zusatzinformativ sein. Einschränkende Relativsätze bestimmen das Bezugswort genauer, während zusatzinformative Relativsätze zusätzliche Angaben machen und im Satz meist als Einschub gelesen werden.
| Idee | Beispiel |
|---|---|
| Relativsatz folgt direkt | |
| Komma trennt den Relativsatz | |
| Einschränkend grenzt die Bedeutung ein | |
| Zusatzinformativ gibt Nebeninformation |
Formenvergleich
Die Wahl der Relativform hängt gleichzeitig von Genus, Numerus und Kasus ab. Das Pronomen passt sich dem Bezugswort im Geschlecht und in der Zahl an, aber seine Form im Satz folgt seiner Funktion im Relativsatz. So entstehen die typischen Kombinationen aus der, die, das sowie den, dem und den besonderen Genitivformen.
| Idee | Beispiel |
|---|---|
| Maskulin Singular mit Subjektrolle | |
| Maskulin Singular mit Objektrolle | |
| Feminin Singular mit Subjektrolle | |
| Neutrum Singular mit Objektrolle | |
| Dativ nach Präposition |
Abschluss
Relativpronomen verbinden Sätze präzise, indem sie ein Bezugswort aufgreifen und im Nebensatz nach Genus, Numerus und Kasus angepasst werden. Präpositionen stehen vor dem Pronomen, Besitzformen wie dessen und deren erscheinen vor allem schriftsprachlich, und freie Formen wie wer und was eröffnen Relativsätze ohne genanntes Bezugswort. Wer diese Formen sicher verbindet, kann Relativsätze klar, formal passend und sprachlich flexibel bilden.