Entdecke den Dativ: Lern die richtige Nutzung, Beispiele und Übungen, um Sätze sicher zu bauen. Jetzt anfangen und sprachlich korrekt kommunizieren.

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Der Dativ markiert das indirekte Objekt und beantwortet meist die Frage wem. Er steht oft bei Personen, Dingen oder Gruppen, die von einer Handlung profitieren, betroffen sind oder etwas erhalten. Nach den Grundlagen des Kasussystems wird der Dativ vor allem dann wichtig, wenn ein Verb oder eine Präposition diese Form verlangt, wie in den Übersichten zu Kasus Einführung, Nominativ und Akkusativ.

Die typische Frage zum Dativobjekt lautet wem. Sie hilft dabei, das indirekte Objekt im Satz sicher zu erkennen. Bei vielen Verben zeigt die Frage, wer etwas bekommt, hilft, dankt oder folgt.

IdeeBeispiel
Wem fragt nach dem Dativobjekt.🙋Wem hilfst du?
Das Dativobjekt steht für den Empfänger oder Betroffenen.🎁Ich gebe dem Kind das Buch.
Die Dativfrage passt oft zu Verben mit fester Ergänzung.🙏Er dankt seiner Lehrerin.

Einige Verben verlangen den Dativ unabhängig von der Bedeutung des Satzes. Dazu gehören helfen, danken, folgen und gehören. Solche Verben werden am besten als feste Dativverben gelernt, weil ihr Objekt nicht im Akkusativ steht.

IdeeBeispiel
Helfen steht mit Dativ.🛠️Ich helfe dem Nachbarn.
Danken steht mit Dativ.🌷Wir danken der Ärztin.
Folgen steht mit Dativ.🚶Sie folgt dem Wegweiser.
Gehören steht mit Dativ.🔑Das Fahrrad gehört dem Jungen.

Im Dativ ändern sich die bestimmten Artikel deutlich, doch im Neutrum und Maskulinum fällt die Form zusammen. Im Plural erscheint zusätzlich meist ein n am Substantiv, wenn es noch keines hat. Diese Formen sind zentral für den sicheren Gebrauch von Bestimmte Artikel im Satz.

IdeeBeispiel
Maskulinum wird zu dem.🧑dem Mann
Femininum wird zu der.👩der Frau
Neutrum wird zu dem.🏠dem Haus
Plural wird zu den.👧den Kindern

Die unbestimmten Artikel zeigen im Dativ ebenfalls klare Formen. Im Plural gibt es keinen unbestimmten Artikel, daher wird dort meist mit keinem gearbeitet. Für den Gesamtüberblick sind auch die Unbestimmte Artikel im Kasussystem wichtig.

IdeeBeispiel
Maskulinum wird zu einem.👨einem Mann
Femininum wird zu einer.👩einer Frau
Neutrum wird zu einem.🏡einem Haus
Plural wird zu keinen.🧒keinen Kindern

Der Negativartikel folgt im Dativ denselben Mustern wie der unbestimmte Artikel, verweigert aber oder verneint die Existenz. Im Plural steht kein mit der Pluralform keinen. Die Formen helfen dabei, Verneinung und Kasus gleichzeitig zu markieren.

IdeeBeispiel
Maskulinum wird zu keinem.🚫keinem Mann
Femininum wird zu keiner.🚫keiner Frau
Neutrum wird zu keinem.🚫keinem Kind
Plural wird zu keinen.🚫keinen Leuten

Die Personalpronomen haben im Dativ eigene Formen, die oft nicht direkt aus dem Nominativ ableitbar sind. Einige Formen sind im Dativ und Akkusativ gleich, besonders im Plural und bei der Höflichkeitsform. Für den sicheren Gebrauch von Personalpronomen müssen diese Formen aktiv erkannt werden.

IdeeBeispiel
ich wird zu mir.🙂mir
du wird zu dir.🙂dir
er wird zu ihm.🙂ihm
sie wird zu ihr.🙂ihr
es wird zu ihm.🙂ihm
wir wird zu uns.🙂uns
ihr wird zu euch.🙂euch
sie wird zu ihnen.🙂ihnen
Sie wird zu Ihnen.🙂Ihnen

Adjektive im Dativ bekommen je nach Begleiter unterschiedliche Endungen. Nach starkem Muster enden sie im Maskulinum und Neutrum auf em, im Femininum auf er und im Plural auf en. Nach dem bestimmten oder unbestimmten Artikel steht im Dativ meist die schwache Endung en, was besonders bei Kasusinteraktionen wichtig ist.

IdeeBeispiel
Starkes Maskulinum endet auf em.🎒mit gutem Mann
Starkes Femininum endet auf er.🌸mit guter Frau
Starkes Neutrum endet auf em.🏡mit gutem Haus
Starker Plural endet auf en.👥mit guten Kindern
Nach Artikeln steht oft en.🧥dem alten Mann

Im Dativplural erhalten viele Substantive zusätzlich ein n oder en, wenn die Form es zulässt. Dadurch entsteht oft die Verbindung aus Artikel, Adjektiv und Substantiv mit doppelter Dativmarkierung. Diese Endung gehört zu den wichtigsten Erkennungszeichen des Dativs im Plural.

IdeeBeispiel
Viele Pluralnomen bekommen ein n.👶den Kindern
Wörter mit bestehendem n bleiben oft gleich.🪑den Frauen
Die Pluralmarkierung steht nach den.🎈mit den Freunden

Bestimmte Präpositionen verlangen immer den Dativ: aus, bei, mit, nach, seit, von und zu. Bei Ortsangaben steht auch nach Wechselpräpositionen der Dativ, wenn der Ort oder die Position gemeint ist und keine Bewegung zum Ziel ausgedrückt wird. Im gesprochenen Deutsch erscheinen zusätzlich häufig Dativkonstruktionen wie wegen des Wetters oder Ersatzformen mit Dativ statt Genitiv, besonders in der Alltagssprache.

IdeeBeispiel
Aus verlangt Dativ.🧳aus dem Koffer
Bei verlangt Dativ.🏫bei der Schule
Mit verlangt Dativ.🚲mit dem Fahrrad
Nach verlangt Dativ.📍nach dem Unterricht
Seit verlangt Dativ.🕒seit dem Morgen
Von verlangt Dativ.📦von der Nachbarin
Zu verlangt Dativ.🏠zu dem Haus
Ortsangaben mit Wechselpräpositionen stehen im Dativ.📍im Garten

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Last updated: Mon Jun 1, 2026, 3:45 AM