Dativ in DeutschA2
Entdecke den Dativ: Lern die richtige Nutzung, Beispiele und Übungen, um Sätze sicher zu bauen. Jetzt anfangen und sprachlich korrekt kommunizieren.
Available Translations
Prerequisites
Grammatische Rolle
Der Dativ markiert das indirekte Objekt und beantwortet meist die Frage wem. Er steht oft bei Personen, Dingen oder Gruppen, die von einer Handlung profitieren, betroffen sind oder etwas erhalten. Nach den Grundlagen des Kasussystems wird der Dativ vor allem dann wichtig, wenn ein Verb oder eine Präposition diese Form verlangt, wie in den Übersichten zu Kasus Einführung, Nominativ und Akkusativ.
Dativfragen
Die typische Frage zum Dativobjekt lautet wem. Sie hilft dabei, das indirekte Objekt im Satz sicher zu erkennen. Bei vielen Verben zeigt die Frage, wer etwas bekommt, hilft, dankt oder folgt.
| Idee | Beispiel | |
|---|---|---|
| Wem fragt nach dem Dativobjekt. | ||
| Das Dativobjekt steht für den Empfänger oder Betroffenen. | ||
| Die Dativfrage passt oft zu Verben mit fester Ergänzung. |
Dativverben
Einige Verben verlangen den Dativ unabhängig von der Bedeutung des Satzes. Dazu gehören helfen, danken, folgen und gehören. Solche Verben werden am besten als feste Dativverben gelernt, weil ihr Objekt nicht im Akkusativ steht.
| Idee | Beispiel | |
|---|---|---|
| Helfen steht mit Dativ. | ||
| Danken steht mit Dativ. | ||
| Folgen steht mit Dativ. | ||
| Gehören steht mit Dativ. |
Bestimmte Artikel
Im Dativ ändern sich die bestimmten Artikel deutlich, doch im Neutrum und Maskulinum fällt die Form zusammen. Im Plural erscheint zusätzlich meist ein n am Substantiv, wenn es noch keines hat. Diese Formen sind zentral für den sicheren Gebrauch von Bestimmte Artikel im Satz.
| Idee | Beispiel | |
|---|---|---|
| Maskulinum wird zu dem. | ||
| Femininum wird zu der. | ||
| Neutrum wird zu dem. | ||
| Plural wird zu den. |
Unbestimmte Artikel
Die unbestimmten Artikel zeigen im Dativ ebenfalls klare Formen. Im Plural gibt es keinen unbestimmten Artikel, daher wird dort meist mit keinem gearbeitet. Für den Gesamtüberblick sind auch die Unbestimmte Artikel im Kasussystem wichtig.
| Idee | Beispiel | |
|---|---|---|
| Maskulinum wird zu einem. | ||
| Femininum wird zu einer. | ||
| Neutrum wird zu einem. | ||
| Plural wird zu keinen. |
Negativartikel
Der Negativartikel folgt im Dativ denselben Mustern wie der unbestimmte Artikel, verweigert aber oder verneint die Existenz. Im Plural steht kein mit der Pluralform keinen. Die Formen helfen dabei, Verneinung und Kasus gleichzeitig zu markieren.
| Idee | Beispiel | |
|---|---|---|
| Maskulinum wird zu keinem. | ||
| Femininum wird zu keiner. | ||
| Neutrum wird zu keinem. | ||
| Plural wird zu keinen. |
Personalpronomen
Die Personalpronomen haben im Dativ eigene Formen, die oft nicht direkt aus dem Nominativ ableitbar sind. Einige Formen sind im Dativ und Akkusativ gleich, besonders im Plural und bei der Höflichkeitsform. Für den sicheren Gebrauch von Personalpronomen müssen diese Formen aktiv erkannt werden.
| Idee | Beispiel | |
|---|---|---|
| ich wird zu mir. | ||
| du wird zu dir. | ||
| er wird zu ihm. | ||
| sie wird zu ihr. | ||
| es wird zu ihm. | ||
| wir wird zu uns. | ||
| ihr wird zu euch. | ||
| sie wird zu ihnen. | ||
| Sie wird zu Ihnen. |
Adjektivendungen
Adjektive im Dativ bekommen je nach Begleiter unterschiedliche Endungen. Nach starkem Muster enden sie im Maskulinum und Neutrum auf em, im Femininum auf er und im Plural auf en. Nach dem bestimmten oder unbestimmten Artikel steht im Dativ meist die schwache Endung en, was besonders bei Kasusinteraktionen wichtig ist.
| Idee | Beispiel | |
|---|---|---|
| Starkes Maskulinum endet auf em. | ||
| Starkes Femininum endet auf er. | ||
| Starkes Neutrum endet auf em. | ||
| Starker Plural endet auf en. | ||
| Nach Artikeln steht oft en. |
Pluralformen
Im Dativplural erhalten viele Substantive zusätzlich ein n oder en, wenn die Form es zulässt. Dadurch entsteht oft die Verbindung aus Artikel, Adjektiv und Substantiv mit doppelter Dativmarkierung. Diese Endung gehört zu den wichtigsten Erkennungszeichen des Dativs im Plural.
| Idee | Beispiel | |
|---|---|---|
| Viele Pluralnomen bekommen ein n. | ||
| Wörter mit bestehendem n bleiben oft gleich. | ||
| Die Pluralmarkierung steht nach den. |
Präpositionen
Bestimmte Präpositionen verlangen immer den Dativ: aus, bei, mit, nach, seit, von und zu. Bei Ortsangaben steht auch nach Wechselpräpositionen der Dativ, wenn der Ort oder die Position gemeint ist und keine Bewegung zum Ziel ausgedrückt wird. Im gesprochenen Deutsch erscheinen zusätzlich häufig Dativkonstruktionen wie wegen des Wetters oder Ersatzformen mit Dativ statt Genitiv, besonders in der Alltagssprache.
| Idee | Beispiel | |
|---|---|---|
| Aus verlangt Dativ. | ||
| Bei verlangt Dativ. | ||
| Mit verlangt Dativ. | ||
| Nach verlangt Dativ. | ||
| Seit verlangt Dativ. | ||
| Von verlangt Dativ. | ||
| Zu verlangt Dativ. | ||
| Ortsangaben mit Wechselpräpositionen stehen im Dativ. |