Einfache Sätze
Dieses Modul 'Einfache Sätze' führt dich in die Grundlagen der deutschen Satzbildung ein. Lerne, wie du einfache Aussagen, Fragen und Verneinungen im Deutschen formulierst.
Satzbau
Ein einfacher deutscher Satz steht meist im Muster Subjekt – Verb – Objekt. Das konjugierte Verb steht auf Position zwei. Zusätze wie Zeit oder Ort können am Anfang oder am Ende stehen, ändern aber nicht die Verbposition.
Regel | Beispiel |
|---|---|
Das Subjekt steht vor dem konjugierten Verb. | |
Das konjugierte Verb steht auf Position zwei. | |
Das Objekt folgt meist nach dem Verb. |
Subjekt
Das Subjekt ist die Person oder Sache, die handelt oder im Mittelpunkt steht. Im Deutschen wird das Subjekt durch Nomen oder Personalpronomen ausgedrückt. Das Subjekt bestimmt die Verbform.
Wort/Phrase | Definition | Beispiel |
|---|---|---|
Ich bezieht sich auf die sprechende Person. | ||
Du spricht eine Person direkt an. | ||
Er, sie und es beziehen sich auf eine dritte Person oder Sache. | ||
Wir meint die sprechende Person und andere zusammen. | ||
Ihr spricht mehrere Personen direkt an. | ||
Sie meint mehrere dritte Personen oder Dinge. |
Verbformen
Das Verb wird nach dem Subjekt konjugiert. In einfachen Sätzen brauchst du vor allem Präsens für Gegenwart. Hier sind regelmäßige Endungen am Beispiel von „machen“.
Subjekt | Form | Beispiel |
|---|---|---|
ich | mache | |
du | machst | |
er/sie/es | macht | |
wir | machen | |
ihr | macht | |
sie | machen |
Aussagesatz
Ein Aussagesatz stellt eine Information fest. Das Subjekt kommt vor das konjugierte Verb, das auf Position zwei steht. Der Satz endet mit einem Punkt.
Regel | Beispiel |
|---|---|
Eine Aussage stellt eine Information fest. | |
Das Verb bleibt auf Position zwei. |
Fragesatz
Ja-Nein-Fragen beginnen meist mit dem Verb. W-Fragen beginnen mit einem Fragewort und setzen das Verb auf Position zwei. Fragen enden mit einem Fragezeichen.
Regel | Beispiel |
|---|---|
Eine Ja-Nein-Frage beginnt mit dem Verb. | |
Eine W-Frage beginnt mit einem Fragewort. | |
In der W-Frage steht das Verb auf Position zwei. |
Fragewörter
Fragewörter leiten W-Fragen ein. Sie fragen nach Personen, Dingen, Orten, Zeiten, Gründen oder Arten. Das folgende Verb bleibt auf Position zwei.
Wort/Phrase | Definition | Beispiel |
|---|---|---|
Wer fragt nach einer Person. | ||
Was fragt nach einer Sache oder Handlung. | ||
Wo fragt nach einem Ort. | ||
Wann fragt nach einer Zeit. | ||
Warum fragt nach einem Grund. | ||
Wie fragt nach einer Art oder Weise. |
Verneinung
Einfach verneinen kannst du mit „nicht“ und „kein“. „Nicht“ verneint den Satz oder ein Verb, „kein“ verneint ein Nomen ohne bestimmten Artikel. Die Stellung von „nicht“ hängt davon ab, was verneint wird.
Regel | Beispiel |
|---|---|
‚Nicht‘ verneint den Satz oder das Verb. | |
‚Kein‘ verneint ein Nomen ohne Artikel. | |
‚Nicht‘ steht oft am Satzende bei einer vollständigen Aussage. |
Wortstellung
Wenn ein Satzteil wie ein Zeitangabe vorn steht, bleibt das Verb auf Position zwei und das Subjekt rückt meist hinter das Verb. Das nennt man V2-Stellung. Das Prinzip gilt für Aussagen und W-Fragen.
Regel | Beispiel |
|---|---|
Ein Vorderfeld schiebt das Subjekt hinter das Verb. | |
Auch in W-Fragen bleibt das Verb auf Position zwei. |
Satzschluss
Im Deutschen schließen Aussagesätze mit einem Punkt und Fragesätze mit einem Fragezeichen. Die Zeichensetzung markiert die Satzart und unterstützt das Verstehen.
Regel | Beispiel |
|---|---|
Eine Aussage endet mit einem Punkt. | |
Eine Frage endet mit einem Fragezeichen. |
Alltagssätze
Kurze Alltagssätze nutzen oft das Muster Subjekt – Verb – Ergänzung. Mit wenigen Wörtern kannst du bitten, danken oder Informationen geben. Die Klarheit kommt durch die feste Wortstellung.
Wort/Phrase | Definition | Beispiel |
|---|---|---|
Eine Höflichkeitsformel für Dank. | ||
Eine Höflichkeitsformel für eine Bitte oder als Antwort auf Dank. | ||
Eine Formel, um sich zu entschuldigen oder Aufmerksamkeit zu bekommen. | ||
Eine kurze Rückmeldung, dass man etwas verstanden hat. | ||
Eine kurze Aussage, dass man etwas nicht weiß. |