Indikativ in DeutschA2
Lerne den Indikativ kennen: Formen, Verwendung und Beispiele. Übe klare Aussagen im Deutschen und festige dein Verständnis.
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Grundform
Der Indikativ ist der Modus für direkte Tatsachenmitteilungen und sachliche Aussagen. Er erscheint in Hauptsätzen mit Verbzweitstellung und in Aussagesätzen, wenn etwas als wirklich, sicher oder neutral dargestellt wird. Auch W-Fragen und Entscheidungsfragen beziehen sich im Indikativ auf reale Sachverhalte, die geklärt oder bestätigt werden sollen.
Aussagen
Im Indikativ werden gegenwärtige Fakten und regelmäßige Handlungen im Alltag beschrieben. Für die Zeitformen stehen Präsens, Präteritum, Perfekt, Plusquamperfekt, Futur I und Futur II zur Verfügung. Die Wahl der Zeitform zeigt, ob ein Vorgang gerade gilt, vergangen ist oder künftig erwartet wird.
| Idee | Beispiel | |
|---|---|---|
Fragen
W-Fragen und Entscheidungsfragen stehen ebenfalls im Indikativ, wenn sie auf reale Sachverhalte zielen. Die Frageform verändert dann nur die Satzfunktion, nicht die Grundbedeutung der Wirklichkeit. In Verbindung mit Hauptsätze und Verb-Zweit-Stellung bleibt die Aussageform klar erkennbar.
| Idee | Beispiel | |
|---|---|---|
Hilfsverben
Die Zeiten des Indikativs werden mit den Hilfsverben haben, sein und werden gebildet. Diese Verben tragen die Zeitbedeutung und verbinden sich mit dem Vollverb in der passenden Form. Konjunktiv I und Konjunktiv II stehen dagegen für andere Wirklichkeitsbezüge und werden hier bewusst abgegrenzt.
| Subjekt | Verb | Beispiel | |
|---|---|---|---|
| ich | |||
| ich | |||
| ich | |||
| ich | |||
| ich | |||
| ich | |||
| ich |
Starke Verben
Starke Verben zeigen im Indikativ oft einen Stammwechsel oder eine besondere Vergangenheitsform. Ihre Formen müssen in den wichtigsten Zeiten sicher erkannt werden, weil sie in Aussagen, Berichten und Erzählungen sehr häufig vorkommen. Dazu gehören auch Verben mit Hilfsverbwahl wie bei Perfekt und Plusquamperfekt.
| Subjekt | Verb | Beispiel | |
|---|---|---|---|
| ich | |||
| ich | |||
| ich | |||
| ich | |||
| ich | |||
| ich | |||
| ich | |||
| ich | |||
| ich |
Wahl des Modus
Der Sprecher wählt den Indikativ, wenn ein Sachverhalt als real, gewiss oder neutral dargestellt werden soll. Diese Haltung unterscheidet den Indikativ von Formen des Nichtrealis oder der Möglichkeit und ist besonders wichtig, wenn Aussagen, Fragen oder Berichte objektiv klingen sollen. Im Alltag kann der Indikativ zudem höfliche Bitten ersetzen, und im Norden wird das Präteritum oft häufiger verwendet als in Süddeutschland.
| Idee | Beispiel | |
|---|---|---|
Sichere Form
Die sichere Beherrschung des Indikativs verbindet Satzart, Zeitform und Wirklichkeitsbezug. Wer Aussagen, Fragen und Berichte als real versteht, bildet die Formen in Präsens, Präteritum, Perfekt, Plusquamperfekt, Futur I und Futur II passend zum Sachverhalt. Dadurch wird klar, dass der Indikativ die normale Form für Wirklichkeit, Feststellung und sachliche Darstellung ist.