Gehen in DeutschA1
Lerne das Verb gehen: Bedeutung, Konjugation, Beispiele und typische Wendungen. Übe mit Alltagssätzen und wende es sicher an. Jetzt starten!
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Bedeutungen
Gehen bezeichnet zuerst die körperliche Fortbewegung zu Fuß. Es wird auch für das Befinden und die Funktion von Dingen gebraucht, etwa in Wendungen wie es geht mir gut oder das geht nicht. Außerdem markiert das Verb einen Beginn, ein Ende oder einen Verlauf, wie in es geht los und es geht zu Ende.
| Wort oder Wendung | Bedeutung | Beispiel | |
|---|---|---|---|
| sich zu Fuß fortbewegen | |||
| jemandem ist es körperlich oder seelisch gut | |||
| etwas funktioniert oder ist möglich | |||
| etwas beginnt | |||
| etwas endet |
Präsens
Im Präsens konjugiert sich gehen regelmäßig im Muster eines starken Verbs mit den Formen ich gehe, du gehst, er, sie, es geht, wir gehen, ihr geht und sie, Sie gehen. Das Präsens wird für gegenwärtige Handlungen, allgemeine Aussagen und feste Wendungen verwendet. Die Grundform des Verbs ist der Infinitiv gehen, wie er auch im Verb Infinitiv beschrieben wird.
| Subjekt | Verb | Beispiel | |
|---|---|---|---|
| gehe | |||
| gehst | |||
| geht | |||
| gehen | |||
| geht | |||
| gehen |
Präteritum
Das Präteritum lauten ich ging, du gingst, er, sie, es ging, wir gingen, ihr gingt und sie gingen. Im Deutschen erscheint diese Form besonders häufig in schriftlichen Erzählungen und Berichten, während im gesprochenen Deutsch oft das Perfekt vorherrscht. Für die Zeitformen im Zusammenhang mit Vergangenheit sind auch Präteritum und Perfekt wichtig.
| Subjekt | Verb | Beispiel | |
|---|---|---|---|
| ging | |||
| gingst | |||
| ging | |||
| gingen | |||
| gingt | |||
| gingen |
Perfekt
Das Perfekt bildet gehen mit dem Hilfsverb sein, nicht mit haben. Im gesprochenen Deutsch ist es die häufigste Vergangenheitsform und erscheint besonders oft bei Bewegung und Ortswechsel. Die Form zeigt abgeschlossene Bewegung oder abgeschlossene Vorgänge, die für die Gegenwart wichtig sind.
| Subjekt | Verb | Beispiel | |
|---|---|---|---|
| bin gegangen | |||
| bist gegangen | |||
| ist gegangen | |||
| sind gegangen | |||
| seid gegangen | |||
| sind gegangen |
Weitere Zeiten
Für Vorvergangenheit und Zukunftsbezug erscheinen die Formen mit sein ebenfalls als Hilfsverb. Das Plusquamperfekt lautet ich war gegangen und beschreibt eine Handlung, die vor einer anderen Vergangenheit liegt. Das Futur I lautet ich werde gehen und kündigt eine zukünftige Handlung an, während das Futur II ich werde gegangen sein eine in der Zukunft abgeschlossene Bewegung beschreibt. Diese Formen verbinden Zeitverhältnisse im Satz und sind besonders wichtig in Wortstellung und Nebensätze.
| Form | Verb | Beispiel | |
|---|---|---|---|
| war gegangen | |||
| werde gehen | |||
| werde gegangen sein |
Konjunktiv
Der Konjunktiv II von gehen lautet ich ginge und drückt Möglichkeit, Höflichkeit oder Irrealität aus. Der Imperativ erscheint als Geh, Geht und Gehen Sie und dient zum direkten Auffordern. Beide Formen sind im Alltag sehr häufig und hängen eng mit Satzintonation und Verb-Zweit-Stellung zusammen.
| Form | Verb | Beispiel | |
|---|---|---|---|
| ginge | |||
| Geh | |||
| Geht | |||
| Gehen Sie |
Formen
Zu gehen gehören das Partizip I gehend, das Partizip II gegangen und das Nomen das Gehen. Das Partizip I beschreibt gleichzeitige Handlung oder andauernde Bewegung, das Partizip II dient für Perfektformen und als Adjektiv, und die Nominalisierung fasst den Vorgang als Sache auf. Diese Formen sind wichtig für Textverdichtung und für die Verbindung mit Präsens sowie Perfekt.
| Form | Verb | Beispiel | |
|---|---|---|---|
| gehend | |||
| gegangen | |||
| das Gehen |
Feste Wendungen
Gehen erscheint in vielen festen Verbindungen und idiomatischen Gebrauchsmustern. Dazu gehören ausgehen, hingehen, mitgehen, zu Fuß gehen und nach Hause gehen, aber auch Fragen und Sätze wie Wie geht’s, es geht um, das geht mich nichts an und das geht nicht. Solche Wendungen tragen oft eine eigene Bedeutung, die über die reine Bewegung hinausgeht, und sind für den Alltag besonders wichtig.
| Wort oder Wendung | Definition | Beispiel | |
|---|---|---|---|
| eine lockere Frage nach dem Befinden | |||
| etwas ist das Thema | |||
| etwas ist nicht möglich oder nicht erlaubt | |||
| es betrifft mich nicht | |||
| abends weggehen | |||
| zu einem Ort gehen | |||
| jemanden begleiten | |||
| den Heimweg antreten | |||
| nicht mit einem Fahrzeug fahren | |||
| sich weniger beherrschen oder pflegen |
Gebrauch
Im Alltag verbindet gehen Bewegung, Zustand und Verlauf in einem einzigen Grundverb. Die Wahl des Hilfsverbs sein im Perfekt und Plusquamperfekt ist ein zentrales Merkmal bei Ortswechseln und steht im Gegensatz zu vielen anderen Verben. In der Standardsprache ist das Präteritum schriftlich stärker, während das Perfekt im Gespräch dominiert; in regionalen Varietäten, besonders in der Schweiz und in Österreich, können sich Gebrauch und Bedeutungsumfang von gehen und laufen unterscheiden.
| Region | Wort oder Wendung | Regionale Definition | Beispiel | |
|---|---|---|---|---|
| gehen | Das Verb bezeichnet die Bewegung zu Fuß und die wichtigsten übertragenen Bedeutungen. | |||
| Perfekt | Im Gespräch wird die Vergangenheitsform mit sein besonders häufig verwendet. | |||
| Präteritum | In Erzählungen und Berichten erscheint die einfache Vergangenheit oft besonders natürlich. | |||
| gehen | Je nach Kontext kann der Gebrauch näher an laufen oder an fortgehen liegen. | |||
| gehen | Der Wortgebrauch kann regional von anderen Varietäten abweichen und mit laufen konkurrieren. |
Übersicht
Gehen deckt die körperliche Fortbewegung, das Befinden, das Funktionieren und den Beginn oder Verlauf von Ereignissen ab. Das Verb konjugiert sich in Präsens, Präteritum und Perfekt mit sein und bildet außerdem Plusquamperfekt, Futur, Konjunktiv II, Imperativ sowie die Formen gehend, gegangen und das Gehen. Wer diese Formen und festen Wendungen beherrscht, kann mit gehen alltägliche Bewegungen, Zustände und Abläufe präzise ausdrücken.