Lerne den Infinitiv im Deutschen: Bildung, Verwendung und Beispiele. Entdecke klare Erklärungen und Übungen für sicheren Gebrauch.

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Der Infinitiv ist die Grundform des Verbs und nennt die Handlung ohne Person, Zeit oder Numerus. Im Deutschen endet er meist auf -en oder seltener auf -n, etwa bei Schwache Verben wie machen oder bei Formen wie sein und haben. Anders als in Sprachen mit Konjugationsparadigmen auf ar er ir hat das Deutsche kein solches System, sondern verwendet vor allem die Endungen -en und -n. Der Infinitiv ist außerdem die Form, die in Wörterbüchern steht und die mit anderen Verbformen verbunden wird.

Schwache Verben bilden ihre Formen regelmäßig und sind der einfachste Ausgangspunkt für den Infinitivgebrauch. Der Infinitiv bleibt unverändert, das Präteritum erhält meist -te, und das Partizip II wird mit Stamm und -t gebildet, wie bei Schwache Verben. Diese Regelmäßigkeit macht schwache Verben besonders wichtig für den Aufbau zusammengesetzter Verbformen.

GedankeBeispiel
🧩Der Infinitiv bleibt als Grundform erhalten.Ich will machen, dass alles passt, weil der Plan klar ist.
🕰️Das Präteritum schwacher Verben endet meist auf te.Gestern machte er die Aufgabe, weil die Zeit knapp war.
✅Das Partizip II entsteht mit Stamm und t.Er hat das Fenster geöffnet, weil es warm war.

Starke Verben zeigen im Infinitiv oft dieselbe Grundform wie schwache Verben, aber ihre übrigen Formen folgen einem anderen Muster. Im Präteritum ändert sich häufig der Stammvokal, und das Partizip II endet oft auf en, wie bei Starke Verben. Diese Unregelmäßigkeit ist ein zentrales Merkmal starker Verben und betrifft besonders häufige Verben wie sehen, gehen und nehmen.

GedankeBeispiel
🌊Der Stammvokal kann sich im Präteritum ändern.Er sah den Zug, bevor er losfuhr.
📦Das Partizip II endet oft auf en.Sie hat den Brief gesehen, obwohl es spät war.
🔁Der Infinitiv bleibt trotzdem die Grundform.Wir gehen heute nach Hause, wenn die Arbeit fertig ist.

Gemischte Verben verbinden regelmäßige und unregelmäßige Eigenschaften und sind deshalb besonders auffällig. Sie bilden meist das Präteritum unregelmäßig, aber das Partizip II regelmäßig mit ge und t, wie bei Gemischte Verben. Das Verb bringen ist ein typisches Beispiel, denn es zeigt brachte im Präteritum und gebracht im Partizip II.

GedankeBeispiel
🎯Das Präteritum ist unregelmäßig.Er brachte die Tasche nach oben, bevor er ging.
📬Das Partizip II bleibt regelmäßig.Sie hat das Paket gebracht, obwohl es schwer war.
🧷Gemischte Verben verbinden zwei Muster.Wir dachten an dich, als der Brief kam.

Die Hilfsverben sein, haben und werden bilden zusammengesetzte Zeiten, das Passiv und Zukunftsformen. Sie stehen häufig zusammen mit einem Infinitiv oder Partizip und sind deshalb für den Satzbau besonders wichtig. Die Hilfsverben tragen oft wenig eigene Bedeutung, aber sie steuern die grammatische Form des gesamten Satzes.

GedankeBeispiel
🚀sein bildet oft Bewegungs und Zustandswechsel.Er ist gegangen, nachdem das Gespräch endete.
📦haben bildet viele Perfektformen.Sie hat gelacht, weil die Geschichte lustig war.
🛠️werden markiert Zukunft und Passiv.Morgen wird gearbeitet, wenn alle da sind.

Modalverben wie können, müssen, dürfen, sollen, wollen und mögen stehen mit einem Infinitiv ohne zu. Sie verändern die Bedeutung des Vollverbs und drücken Möglichkeit, Notwendigkeit, Erlaubnis, Pflicht, Wille oder Vorliebe aus. Das Hauptverb bleibt dabei im Infinitiv und steht am Satzende.

GedankeBeispiel
🔓Der Infinitiv steht ohne zu.Ich kann kommen, wenn ich früher fertig bin.
📌Das Modalverb steht in der flektierten Form.Sie muss arbeiten, weil die Frist heute endet.
🎭Das Vollverb bleibt im Infinitiv am Satzende.Wir wollen bleiben, obwohl es schon spät ist.

Trennbare Verben bestehen aus Präfix und Stamm, und beide Teile können im Satz auseinandergehen. Im Infinitiv stehen Präfix und Stamm zusammen, aber bei einem Infinitiv mit zu steht zu zwischen Präfix und Stamm, wie bei anzufangen, was für die Konstruktion mit Trennbare Verben entscheidend ist. Diese Stellung zeigt, dass das zu den ganzen Infinitivteil umschließt und nicht einfach davortritt.

GedankeBeispiel
🧲Der Infinitiv zeigt Präfix und Stamm zusammen.Er will anfangen, bevor der Regen beginnt.
🔀Im Infinitiv mit zu steht zu in der Mitte.Sie hofft, anzufangen, wenn alle Plätze frei sind.
📎Das Präfix bleibt im Infinitiv erkennbar.Wir versuchen aufzuräumen, obwohl wenig Zeit bleibt.

Untrennbare Verben behalten ihr Präfix fest mit dem Stamm verbunden. Im Partizip II erscheint deshalb kein ge, und Formen wie verstehen oder bekommen zeigen dieses feste Muster, das eng mit Trennbare Verben kontrastiert. Der Infinitiv selbst bleibt einfach als verbundene Grundform sichtbar.

GedankeBeispiel
🧱Das Präfix bleibt fest verbunden.Er versteht die Frage, bevor er antwortet.
🚫Im Partizip II steht kein ge.Sie hat den Brief bekommen, obwohl niemand klingelte.
🔒Der Infinitiv bleibt unverändert.Wir versprechen, das Problem zu lösen, wenn es nötig ist.

Zum Infinitivfeld gehören mehrere nicht finite Formen, die ohne Person und oft ohne Zeitbezug verwendet werden. Der Infinitiv mit zu dient als abhängige Verbform, das Partizip I endet auf -end, und das Partizip II bildet zusammengesetzte Zeiten, das Passiv und andere Periphrasen; dazu ist Partizipien der passende Anschluss. Auch das substantivierte Verb gehört hierher, denn ein Infinitiv kann als Nomen großgeschrieben werden und braucht dann einen Artikel.

GedankeBeispiel
✳️Der Infinitiv mit zu ist eine abhängige Verbform.Es ist wichtig, zu lernen, wenn die Prüfung näherkommt.
🌱Das Partizip I endet auf end.Die singende Menge hörte nicht auf, als die Tür sich schloss.
🏗️Der Infinitiv kann als Substantiv auftreten.Das Essen ist fertig, bevor der Besuch kommt.

Periphrastische Konstruktionen verbinden ein Hilfs oder Modalverb mit einer nicht finiten Verbform. Der Infinitiv mit zu steht nach bestimmten Verben, Modalverben stehen mit Infinitiv ohne zu, lassen kann einen Infinitiv anschließen, und werden bildet mit Infinitiv das Futur. Diese Strukturen zeigen, dass der Infinitiv im Deutschen oft der Kern größerer Verbgruppen ist.

GedankeBeispiel
🧭zu markiert den abhängigen Infinitiv.Er beginnt, zu lesen, sobald er Ruhe hat.
🎯Modalverben stehen mit Infinitiv ohne zu.Wir dürfen gehen, wenn die Arbeit beendet ist.
⏭️werden bildet das Futur mit Infinitiv.Morgen wird kommen, wer heute nicht da ist.

Im frühen Lernstadium begegnen vor allem sein, haben und werden, weil sie als Hilfsverben und Vollverben besonders oft vorkommen. Hinzu kommen können, müssen, dürfen, sollen, wollen und mögen, da sie die Infinitivkonstruktion ohne zu steuern. Zusammen mit gehen, sehen, machen, bringen, verstehen und bekommen bilden sie den praktischen Kern der deutschen Verbformen und ihres Gebrauchs.

GedankeBeispiel
⭐sein ist hochfrequent und unregelmäßig.Er ist müde, weil der Tag lang war.
🏆haben ist zentral für Perfektformen.Sie hat Zeit, obwohl sie viel arbeitet.
🔮werden ist wichtig für Zukunft und Passiv.Wir werden gehen, wenn das Licht ausgeht.

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Zuletzt aktualisiert: Wed May 13, 2026, 7:49 AM