Komposita in DeutschB1
Entdecke, wie Komposita im Deutschen entstehen, wann sie zusammengeschrieben oder getrennt geschrieben werden und übe mit praxisnahen Beispielen.
Change to a Supported Language
Prerequisites
Grundform
Komposita sind zusammengesetzte Substantive, die aus mehreren Wörtern ein neues lexikalisches Ganzes bilden. Sie bündeln eine genauere Bedeutung als das einzelne Grundwort und stehen im Satz wie gewöhnliche Substantive. Der innere Aufbau folgt meist dem Muster Bestimmungswort und Grundwort, wobei das letzte Wort die grammatische Zugehörigkeit bestimmt. Für die allgemeine Einordnung von Substantiven hilft der Überblick in Substantive.
Aufbau
Im Kompositum liefert das Bestimmungswort die nähere Bestimmung, während das Grundwort die Grundbedeutung trägt. Die Beziehung kann Besitz, Material, Zweck, Ort oder Zeit ausdrücken und macht die Bedeutung des ganzen Wortes präzise. Die innere Struktur ist dadurch oft transparent, auch wenn die Gesamtbedeutung idiomatisch sein kann.
| Idea | Example | |
|---|---|---|
Schreibung
Komposita werden in der Regel zusammengeschrieben, weil sie ein festes Wort bilden. Diese Zusammenschreibung gilt als Standard der Rechtschreibung und zeigt, dass die Teile nicht mehr als freie Wortgruppe gelesen werden. Bei Substantivierungen bleibt die Großschreibung des ganzen substantivischen Ausdrucks wichtig, wie in Substantivierungen behandelt wird.
| Idea | Example | |
|---|---|---|
Fugenlaute
Zwischen den Bestandteilen können Fugenlaute stehen, etwa s, n oder en. Sie verbinden die Teile klanglich und historisch, ohne selbst ein eigenes Bedeutungselement zu tragen. Ihre Verteilung folgt keinem einheitlichen Muster und ist daher oft idiomatisch gelernt; besonders bei solchen Bildungen sind feste Formen wichtig für Numerus der Substantive und verwandte Wortfamilien.
| Idea | Example | |
|---|---|---|
Genus und Plural
Das Genus eines Kompositums richtet sich nach dem letzten Bestandteil, also nach dem Grundwort. Dasselbe gilt für den Plural, der vom Kopf des Wortes bestimmt wird. Wer Komposita sicher bildet, profitiert auch beim sicheren Gebrauch von Numerus der Substantive, Diminutivformen, Kollektivsubstantive und Eigennamen.
| Idea | Example | |
|---|---|---|
Bindestrich
Der Bindestrich erscheint zur besseren Lesbarkeit oder bei besonderen Bestandteilen wie Zahlen, Eigennamen und Abkürzungen. Er trennt die Teile optisch, ohne das Kompositum in eine freie Wortgruppe zu verwandeln. In Werbung und Alltag können solche Schreibungen auch stilistisch genutzt werden, um einzelne Bestandteile hervorzuheben. Für Namen und Schreibweisen mit besonderen Eigenformen ist die Verbindung zu Eigennamen besonders relevant.
| Idea | Example | |
|---|---|---|
Getrenntschreibung
Getrenntschreibung ist nur dann möglich, wenn keine eigentliche Zusammensetzung vorliegt, sondern eine Wortgruppe oder eine verbale Konstruktion. Auch adjektivisch gebrauchte Phrasen können getrennt bleiben, wenn die grammatische Struktur nicht zu einem echten Substantiv verschmilzt. Die Schreibweise kennt also neben dem festen Kompositum auch flexible, stilabhängige Verbindungen.
| Idea | Example | |
|---|---|---|
Feinheiten
Bei zusammengesetzten Formen ist die Grenze zwischen Kompositum, Nominalisierung und freier Wortgruppe wichtig. Besonders bei Verben wie kennenlernen zeigt sich, dass die orthografische Einheit eine andere Struktur hat als die getrennte Verbindung kennen lernen. Wer solche feinen Unterschiede erkennt, kann auch zusammengesetzte und substantivierte Formen sicherer lesen und schreiben.
| Idea | Example | |
|---|---|---|
Überblick
Komposita verbinden mehrere Wörter zu einem neuen Substantiv, das in Bedeutung und Grammatik als Einheit funktioniert. Das Bestimmungswort konkretisiert das Grundwort, Fugenlaute können die Fuge füllen, und das letzte Glied bestimmt Genus sowie Plural. Zusammenschreibung ist der Normalfall, der Bindestrich dient der Übersicht, und getrennte Schreibungen bleiben echten Wortgruppen oder anderen syntaktischen Konstruktionen vorbehalten.