Interrogativpronomen in DeutschA2
Meistere Fragewörter im Deutschen: wer, was, wo, wie. Lerne ihre Funktionen, übe den richtigen Einsatz und stelle klare Fragen.
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Prerequisites
Fragewörter
Interrogativpronomen ersetzen eine unbekannte Person, Sache, Eigenschaft oder Besitzangabe und machen daraus eine Frage. Sie stehen meist am Anfang eines Hauptsatzes und leiten die Frage ein, während das finite Verb an zweiter Stelle steht. Für den Überblick über die Fallformen ist auch ein Blick auf Kasus Einführung hilfreich.
Wer und Wen
Wer fragt nach Personen im Nominativ, wen fragt nach Personen im Akkusativ. Die Form richtet sich also nach der Satzfunktion der gesuchten Person, nicht nach ihrer Bedeutung. In schneller Alltagssprache werden Dativ und Akkusativ manchmal verwechselt, die Standardsprache trennt beide Formen klar.
| Form | Funktion | Beispiel | |
|---|---|---|---|
| Nominativ für die fragende Person als Subjekt | |||
| Akkusativ für die fragende Person als direktes Objekt | |||
| Dativ für die fragende Person als indirektes Objekt | |||
| Genitiv für Besitz oder Zugehörigkeit |
Was und Welcher
Was fragt nach Dingen, Sachverhalten und Handlungen. Welcher wird wie ein Begleiter angepasst und richtet sich nach Genus, Numerus und Kasus; deshalb erscheinen Formen wie welcher, welche und welches. Was für fragt informell nach der Art oder Klasse einer Sache und erscheint oft mit einem Begleiter.
| Form | Gebrauch | Beispiel | |
|---|---|---|---|
| fragt nach Dingen oder Handlungen | |||
| fragt nach einer bestimmten Auswahl | |||
| passt zu femininen Formen | |||
| passt zu neutralen Formen | |||
| fragt informell nach einer Klasse oder Art |
Präpositionen
Steht ein Fragewort mit einer Präposition, dann verschmelzen beide oft zu einer festen Frageform wie worauf, woran oder womit. Damit wird nach Ort, Richtung, Mittel oder Bezug gefragt. Solche Formen sind wichtig, wenn eine Präposition im Antwortsatz ebenfalls gefordert ist.
| Form | Frage nach | Beispiel | |
|---|---|---|---|
| nach einer Auflage oder einem Ziel mit auf | |||
| nach einem Bezug mit an | |||
| nach einem Mittel mit mit |
Satzbau
In direkten Fragen steht das Fragewort zuerst, danach folgt das finite Verb auf Position zwei. Alles Weitere ordnet sich nach dieser Grundstruktur, auch wenn das Fragewort eine längere Wortgruppe bildet. In indirekten Fragen steht das Fragewort ebenfalls am Anfang des Nebensatzes, aber das Verb wandert an das Satzende.
| Struktur | Regel | Beispiel | |
|---|---|---|---|
| Das Fragewort eröffnet den Satz. | |||
| Im Hauptsatz folgt das finite Verb direkt nach dem Fragewort. | |||
| In indirekten Fragen steht das finite Verb im Nebensatz am Schluss. |
Besonderheiten
Im Alltag ersetzt was manchmal wer, vor allem in lockerer Umgangssprache oder wenn eine Sache unklar bleibt. Der Genitiv ist im gesprochenen Deutsch selten und wird oft durch von wem ersetzt. Auch Dativ und Akkusativ können in schneller Rede verschwimmen, doch in der geschriebenen Standardsprache bleiben die Kasus unterscheidbar.
| Bereich | Gebrauch | Beispiel | |
|---|---|---|---|
| was kann locker nach einer Person fragen oder eine unklare Sache meinen | |||
| von wem ersetzt oft die Genitivfrage im Alltag | |||
| Dativ und Akkusativ klingen in schneller Rede manchmal ähnlich |
Gesamtbild
Interrogativpronomen machen unbekannte Inhalte, Personen und Besitzverhältnisse im Satz fragbar und passen sich je nach Form und Funktion an den Kasus an. Wer und wen, wem und wessen unterscheiden sich nach ihrer Rolle im Satz, während was, welcher und was für nach Inhalt, Auswahl und Art fragen. In direkten Fragen steht das Fragewort vorn, in indirekten Fragen bleibt es im Nebensatz und das Verb steht am Ende; genau diese Struktur trägt auch Fragesätze und Nebensätze.