SeinSein
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BedeutungMeaning.
Sein ist eines der wichtigsten Verben im Deutschen und dient als Vollverb sowie als Hilfsverb. Es verbindet das Subjekt mit einer Eigenschaft, einer Identität oder einem Zustand und steht auch in festen Satzmustern mit Nominativ, Existenz und Zustandsbeschreibung. Für den Vergleich mit anderen Funktionsverben ist Werden vs Sein besonders wichtig.
Sein is one of the most important verbs in German and serves as a full verb as well as an auxiliary verb. It connects the subject with a property, an identity or a state and also appears in fixed sentence patterns with Nominative, existence and state description. For comparison with other auxiliary verbs, Werden vs Sein is especially important.
| IdeeIdea. | BeispielExample. |
|---|---|
PräsensPresent.
Im Präsens hat sein die Formen ich bin, du bist, er sie es ist, wir sind, ihr seid und sie Sie sind. Die Form seid gehört zum Verb sein und ist daher von seit zu unterscheiden, das als Präposition oder Adverb gebraucht wird. Das Präsens gehört zu den Grundlagen von Präsens und verbindet sich häufig mit Nominativ in Satzmustern der Kopula.
In the present tense, sein has the forms ich bin, du bist, er/sie/es ist, wir sind, ihr seid and sie/Sie sind. The form seid belongs to the verb sein and must be distinguished from seit, which is used as a preposition or adverb. The present is one of the fundamentals of Präsens and often combines with Nominativ in copula sentence patterns.
| SubjektSubject. | VerbVerb. | BeispielExample. |
|---|---|---|
| ichI. | ||
| duyou (singular informal). | ||
| er sie eshe she it. | ||
| wirwe. | ||
| ihryou (plural). | ||
| sie Sieshe / you (formal). |
PräteritumSimple past.
Das Präteritum von sein lautet ich war, du warst, er sie es war, wir waren, ihr wart und sie Sie waren. Es ist in Schrift und Erzählung sehr häufig und beschreibt vergangene Zustände oder Beziehungen direkt. Im gesprochenen Deutsch wird in vielen Regionen oft das Perfekt bevorzugt, besonders im Süden und in Österreich, was auch bei Präteritum und Perfekt sichtbar ist.
The Präteritum (simple past) of sein is ich war, du warst, er/sie/es war, wir waren, ihr wart and sie/Sie waren. It is very common in writing and narration and describes past states or relations directly. In spoken German, in many regions the Perfekt is often preferred, especially in the South and in Austria, which is also visible in Präteritum and Perfekt.
| SubjektSubject. | VerbVerb. | BeispielExample. |
|---|---|---|
| ichI. | ||
| duyou (singular informal). | ||
| er sie eshe she it. | ||
| wirwe. | ||
| ihryou (plural). | ||
| sie Sieshe / you (formal). |
PerfektPerfect (present perfect).
Das Perfekt mit sein bildet sich mit Formen von sein plus gewesen, also bin gewesen, bist gewesen, ist gewesen, sind gewesen, seid gewesen und sind gewesen. Es beschreibt einen abgeschlossenen Zustand in der Vergangenheit und wird im Alltag in vielen Regionen als Erzählform genutzt. Die Bildung passt zu den Grundformen in Perfekt und ist für zusammengesetzte Zeiten mit sein zentral.
The Perfekt with sein is formed with forms of sein plus gewesen, i.e., bin gewesen, bist gewesen, ist gewesen, sind gewesen, seid gewesen and sind gewesen. It describes a completed state in the past and is used in everyday speech in many regions as a narrative form. The construction aligns with the basic forms in Perfekt and is central for compound tenses with sein.
| SubjektSubject. | VerbVerb. | BeispielExample. |
|---|---|---|
| ichI. | ||
| duyou (singular informal). | ||
| er sie eshe she it. | ||
| wirwe. | ||
| ihryou (plural). | ||
| sie Sieshe / you (formal). |
PlusquamperfektPluperfect.
Das Plusquamperfekt lautet war gewesen, warst gewesen, war gewesen, waren gewesen, wart gewesen und waren gewesen. Es beschreibt einen Zustand oder eine Zugehörigkeit, der vor einem anderen vergangenen Zeitpunkt bereits bestanden hatte. Für das Zeitverhältnis ist Plusquamperfekt die passende Orientierung, wenn zwei Vergangenheiten geordnet werden sollen.
The Plusquamperfekt is war gewesen, warst gewesen, war gewesen, waren gewesen, wart gewesen and waren gewesen. It describes a state or a belonging that had already existed before another past moment. For the temporal relationship, Plusquamperfekt provides the appropriate orientation when two pasts are to be ordered.
| SubjektSubject. | VerbVerb. | BeispielExample. |
|---|---|---|
| ichI. | ||
| duyou (singular informal). | ||
| er sie eshe she it. | ||
| wirwe. | ||
| ihryou (plural). | ||
| sie Sieshe / you (formal). |
Futur IFuture I.
Das Futur I bildet sich mit werden und dem Infinitiv sein, also werde sein, wirst sein, wird sein, werden sein, werdet sein und werden sein. Es dient zur Vorhersage, zum Plan oder zu einer Annahme über einen zukünftigen Zustand. Die Hilfsfunktion von Werden ist hier besonders wichtig und zeigt die enge Verbindung beider Verben.
Future I is formed with werden and the infinitive sein, i.e., werde sein, wirst sein, wird sein, werden sein, werdet sein and werden sein. It serves for prediction, planning or an assumption about a future state. The auxiliary function of Werden is particularly important here and shows the close connection of both verbs.
| SubjektSubject. | VerbVerb. | BeispielExample. |
|---|---|---|
| ichI. | ||
| duyou (singular informal). | ||
| er sie eshe she it. | ||
| wirwe. | ||
| ihryou (plural). | ||
| sie Sieshe / you (formal). |
Futur IIFuture II.
Das Futur II bildet sich mit werden und gewesen sein, also werde gewesen sein, wirst gewesen sein, wird gewesen sein, werden gewesen sein, werdet gewesen sein und werden gewesen sein. Es beschreibt einen angenommenen abgeschlossenen Zustand in der Zukunft oder eine Vermutung über etwas bereits Vollendetes. Im Zusammenhang mit Futur II ist die Form analytisch und in der Alltagssprache seltener als das Futur I.
The Futur II is formed with werden and gewesen sein, i.e., werde gewesen sein, wirst gewesen sein, wird gewesen sein, werden gewesen sein, werdet gewesen sein and werden gewesen sein. It describes a hypothetical completed state in the future or a supposition about something already accomplished. In connection with Futur II the form is analytic and in everyday speech is rarer than Futur I.
| SubjektSubject. | VerbVerb. | BeispielExample. |
|---|---|---|
| ichI. | ||
| duyou (singular informal). | ||
| er sie eshe she it. | ||
| wirwe. | ||
| ihryou (plural). | ||
| sie Sieshe / you (formal). |
Konjunktiv ISubjunctive I.
Der Konjunktiv I von sein lautet ich sei, du seist, er sie es sei, wir seien, ihr seiet und sie Sie seien. Er wird vor allem in der indirekten Rede verwendet und signalisiert Distanz zur Aussage. Im Alltag wird er oft durch den Indikativ ersetzt, obwohl die Form im geschriebenen Deutsch weiterhin wichtig ist.
The Konjunktiv I of sein is ich sei, du seist, er/sie/es sei, wir seien, ihr seiet and sie seien. It is used mainly in indirect speech and signals distance to the assertion. In everyday life it is often replaced by the indicative, although the form remains important in written German.
| SubjektSubject. | VerbVerb. | BeispielExample. |
|---|---|---|
| ichI. | ||
| duyou (singular informal). | ||
| er sie eshe she it. | ||
| wirwe. | ||
| ihryou (plural). | ||
| sie Sieshe / you (formal). |
Konjunktiv IISubjunctive II.
Der Konjunktiv II von sein lautet ich wäre, du wärst, er sie es wäre, wir wären, ihr wärt und sie Sie wären. Er dient für Irreales, Höflichkeit, Wünsche und hypothetische Zustände. Für die Abgrenzung zu Aussagen mit Wirklichkeitsbezug ist er eng mit Werden vs Sein verbunden.
The subjunctive II of sein is ich wäre, du wärst, er/sie/es wäre, wir wären, ihr wärt and sie/Sie wären. It is used for irrealis, politeness, wishes and hypothetical states. For distinction from statements with real reference it is closely connected with Werden vs Sein.
| SubjektSubject. | VerbVerb. | BeispielExample. |
|---|---|---|
| ichI. | ||
| duyou (singular informal). | ||
| er sie eshe she it. | ||
| wirwe. | ||
| ihryou (plural). | ||
| sie Sieshe / you (formal). |
ImperativImperative.
Der Imperativ von sein lautet sei für du, seien wir für wir, seid für ihr und seien Sie für die höfliche Anrede. Er fordert einen Zustand, eine Haltung oder ein Verhalten direkt ein und erscheint deshalb häufig in kurzen Anweisungen. In der Schriftsprache wirkt er deutlich markierter als im Alltag.
The imperative of sein is sei for du, seien wir for wir, seid for ihr and seien Sie for the polite address. It commands a state, an attitude or a behavior directly and thus often appears in short instructions. In written language it appears more markedly than in everyday life.
| FormForm. | VerbVerb. | BeispielExample. |
|---|---|---|
| duyou (singular informal). | ||
| wirwe. | ||
| ihryou (plural). | ||
| Sieyou (formal) or they. |
FormenForms.
Zu sein gehört das Partizip II gewesen, das in allen zusammengesetzten Zeiten gebraucht wird. Ein echtes Gerundium ist im Deutschen nicht gebräuchlich, und das Partizip I seiend kommt nur selten vor. Als Vollverb trägt sein oft die Bedeutung von Existenz oder Zustand, als Hilfsverb bildet es zusammen mit gewesen die analytischen Vergangenheitsformen.
To be has the participle II gewesen, which is used in all compound tenses. An authentic gerund is not common in German, and the participle I seiend occurs only rarely. As a full verb, sein often has the meaning of existence or state; as an auxiliary verb, together with gewesen it forms the analytic past tenses.
| FormForm. | WortformWord form. | BeispielExample. |
|---|---|---|
| Partizip IIPast participle. | ||
| Partizip IPresent participle. | ||
| GerundiumGerund. |
KonstruktionenConstructions.
Sein erscheint in mehreren typischen Konstruktionen, die im Satzbau sehr wichtig sind. Besonders häufig sind sein plus zu plus Infinitiv, es ist plus Adjektiv und das Zustands Passiv mit sein. Diese Muster stehen in engem Zusammenhang mit Vorgangspassiv und Zustandspassiv sowie mit dem Gebrauch in Zusammenhang mit Haben und Werden.
Sein appears in several typical constructions that are very important in sentence structure. Especially common are sein plus zu plus Infinitiv, es ist plus Adjektiv, and das Zustands Passiv with sein. These patterns are closely related to Vorgangspassiv und Zustandspassiv as well as to its use in connection with Haben and Werden.
| IdeeIdea. | BeispielExample. |
|---|---|
GebrauchUsage.
Im gesprochenen Deutsch ersetzt das Perfekt in vielen Regionen das Präteritum, während das Präteritum von sein in der Schriftsprache sehr stabil bleibt. Konjunktiv I ist im Alltag selten und wird oft durch Indikativ oder andere Umschreibungen ersetzt, besonders außerhalb der indirekten Rede. Die Form seid ist ein Verb, während seit eine ganz andere Wortart ist und deshalb im Satz keine Verwechslung verursachen darf.
In spoken German, the Perfekt replaces the Präteritum in many regions, while the Präteritum of sein remains very stable in written language. Konjunktiv I is rare in everyday speech and is often replaced by the indicative or other paraphrases, especially outside indirect speech. The form seid is a verb, while seit is a completely different word class and therefore must not be confused in a sentence.
| RegionRegion. | Wort oder WendungWord or expression. | Regionale BedeutungRegional meaning. | BeispielExample. |
|---|---|---|---|
| PerfektPerfect (present perfect). | Im Alltag wird oft die Vergangenheitsform mit bin gewesen bevorzugt.In everyday speech, the past tense with bin gewesen is often preferred. | ||
| PräteritumSimple past. | In der Umgangssprache ist das Perfekt oft natürlicher als war.In everyday speech, the Perfekt is often more natural than the simple past. | ||
| Konjunktiv ISubjunctive I. | Die indirekte Rede wird häufig anders formuliert oder vereinfacht.Indirect speech is often formulated differently or simplified. | ||
| seidYou are. | Diese Form gehört zum Verb sein und ist nicht mit seit zu verwechseln.This form belongs to the verb sein and must not be confused with seit. |
Sichere FormenCertain forms.
Die vollständige Beherrschung von sein umfasst die Personalformen in Präsens, Präteritum, Perfekt, Plusquamperfekt, Futur I, Futur II, Konjunktiv I, Konjunktiv II und Imperativ. Dazu gehören die festen Hilfsverbmuster mit gewesen und die typischen Satzmuster der Kopula, der Existenz und des Zustands. Wer diese Formen sicher beherrscht, kann zentrale Aussagen zu Identität, Lage, Zustand und Zeit in natürlichem Deutsch präzise bilden.
Mastery of sein includes the personal forms in Präsens, Präteritum, Perfekt, Plusquamperfekt, Futur I, Futur II, Konjunktiv I, Konjunktiv II and Imperativ. This includes the fixed auxiliary patterns with gewesen and the typical sentence patterns of the copula, existence and state. Whoever masters these forms confidently can express central statements about identity, position, state and time in natural German precisely.