Trennbare und untrennbare Verben in DeutschB1
Entdecke die Unterschiede zwischen Trennbaren und Untrennbaren Verben im Deutschen. Übe mit Beispielen und festige dein Verständnis.
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Überblick
Trennbare Verben verbinden einen Stamm mit einem Präfix und übernehmen im Satz eine besondere Stellung, weil das Präfix in bestimmten Formen vom Verb getrennt wird. Die Trennbarkeit hängt von der Betonung ab und beeinflusst oft auch die Bedeutung des Verbs. Für die allgemeine Form der Verbzusätze und die Abgrenzung zu Präfixen ist Verbzusätze und Präfixe besonders hilfreich.
Trennbare Präfixe
Bei trennbaren Verben steht das Präfix im Infinitiv fest vor dem Stamm, wird aber in vielen finiten Formen abgetrennt. Häufige trennbare Präfixe sind ab, an, auf, aus und mit. Die Betonung liegt dabei meist auf dem Präfix, und genau diese Betonung markiert die Trennbarkeit.
| Idee | Beispiel | |
|---|---|---|
| Das Präfix steht im Infinitiv vor dem Stamm. | ||
| Das Präfix trägt die Betonung. | ||
| Das Verb kann im Satz auseinandergehen. |
Untrennbare Präfixe
Untrennbare Verben behalten ihr Präfix auch in finiten und nicht finiten Formen zusammen mit dem Stamm. Typische untrennbare Präfixe sind be, ver, ent, emp, er und zer. Im Partizip II steht bei diesen Verben kein ge, weshalb Partizipien die Formenbildung genauer einordnet.
| Idee | Beispiel | |
|---|---|---|
| Das Präfix bleibt fest mit dem Stamm verbunden. | ||
| Untrennbare Verben bilden kein ge im Partizip II. | ||
| Die Betonung liegt nicht auf dem Präfix. |
Betonung
Die Betonung entscheidet oft über Trennbarkeit und Bedeutung. Manche Formen mit gleichem Schriftbild verhalten sich je nach Betonung verschieden, wie durchfahren, das je nach Sprecher und Bedeutung trennbar oder untrennbar sein kann. Auch regionale oder registerabhängige Unterschiede spielen dabei gelegentlich eine Rolle.
| Idee | Beispiel | |
|---|---|---|
| Betonung kann die Trennbarkeit verändern. | ||
| Betonung kann die Bedeutung verändern. | ||
| Ein Präfix kann je nach Gebrauch anders wirken. |
Schwache Verben
Schwache Verben bilden das Präteritum mit dem Stamm und der Endung te und das Partizip II mit dem Stamm und der Endung t. Das Verb machen zeigt das typische Muster dieser regelmäßigen Bildung. Für die allgemeine Bildung des Infinitivs ist Infinitiv ergänzend nützlich.
| Person | Verb | Beispiel | |
|---|---|---|---|
| Infinitiv | Ich will machen, weil du planst, dass wir fertig sind. | ||
| Präteritum | Er machte die Tür auf, nachdem es dunkel geworden war. | ||
| Partizip II | Wir haben alles gemacht, bevor der Besuch kam. |
Starke Verben
Starke Verben verändern im Präteritum ihren Stammvokal und bilden das Partizip II mit en. Das Verb fahren zeigt das Muster fuhr und gefahren. Diese Bildung ist unregelmäßig und gehört zu den wichtigsten frühen Verbformen im Deutschen.
| Person | Verb | Beispiel | |
|---|---|---|---|
| Infinitiv | Wir fahren los, sobald die Bahn da ist. | ||
| Präteritum | Er fuhr nach Hause, nachdem die Arbeit vorbei war. | ||
| Partizip II | Sie sind schnell gefahren, weil der Zug wartete. |
Gemischte Verben
Gemischte Verben verbinden einen Stammvokalwechsel mit den schwachen Endungen im Präteritum und im Partizip II. Das Verb bringen bildet brachte und gebracht. Solche Formen zeigen, dass nicht jede unregelmäßige Konjugation stark ist.
| Person | Verb | Beispiel | |
|---|---|---|---|
| Infinitiv | Wir bringen den Kuchen, wenn die Gäste kommen. | ||
| Präteritum | Sie brachte das Buch, nachdem sie es gefunden hatte. | ||
| Partizip II | Er hat gute Nachrichten gebracht, weil alle gewartet haben. |
Partizip II
Das Partizip II zeigt bei trennbaren Verben die Form Präfix plus ge plus Stamm plus t oder en, zum Beispiel aufgemacht. Bei untrennbaren Verben steht kein ge, zum Beispiel verstanden. Diese Form ist zentral für zusammengesetzte Zeiten und wird ausführlich in Partizipien behandelt.
| Idee | Beispiel | |
|---|---|---|
| Trennbares Verb mit ge | ||
| Untrennbares Verb ohne ge | ||
| Die Endung richtet sich nach dem Verbtyp. |
Infinitiv mit zu
Bei trennbaren Verben steht zu im Infinitiv zwischen Präfix und Stamm, also etwa anzufangen oder aufzustehn in gesprochenen Formen mit entsprechendem Aufbau. Diese Stellung ist wichtig in Ergänzungen zu Verben wie anfangen zu und aufhören zu. Der Zusammenhang mit der Infinitivbildung wird in Infinitiv vertieft.
| Idee | Beispiel | |
|---|---|---|
| zu steht zwischen Präfix und Stamm. | ||
| Das Präfix bleibt vor dem Stamm. | ||
| Die Infinitivgruppe kann mit anderen Verben stehen. |
Periphrasen
Verben erscheinen im Deutschen oft in periphrastischen Konstruktionen, in denen ein Hilfsverb oder ein semantisch blasseres Verb die grammatische Funktion übernimmt. Das Perfekt nutzt haben oder sein mit dem Partizip II, Modalverben stehen mit dem Infinitiv, und Verben wie anfangen oder aufhören verbinden sich mit zu und dem Infinitiv. Diese Strukturen sind für die sichere Verwendung trennbarer und untrennbarer Verben besonders wichtig.
| Idee | Beispiel | |
|---|---|---|
| Perfekt mit haben oder sein | ||
| Modalverb mit Infinitiv | ||
| anfangen zu plus Infinitiv | ||
| aufhören zu plus Infinitiv |
Häufige Verben
Zu den früh wichtigen Verben gehören aufstehen, anrufen, verstehen, besuchen, fahren und bringen. Sie zeigen die wichtigsten Muster der Trennbarkeit und der Konjugation in sehr häufigen Alltagsformen. Wer diese Verben sicher erkennt und bildet, kann viele weitere deutsche Verbformen leichter einordnen.
| Verb | Muster | Bedeutung | |
|---|---|---|---|
| trennbar | sich vom Sitz oder Bett erheben | ||
| trennbar | jemanden telefonisch kontaktieren | ||
| untrennbar | eine Bedeutung erfassen | ||
| untrennbar | an einen Ort oder eine Person gehen | ||
| stark | sich mit einem Fahrzeug bewegen | ||
| gemischt | etwas zu jemandem tragen |