Entdecke den feinen Unterschied zwischen wissen und kennen, übe mit Beispielen und lerne, wann du welches Verb im Alltag richtig einsetzt – mit praktischen Übungen.

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Beide Verben werden oft mit kennen im Englischen als to know übersetzt, deshalb werden sie leicht verwechselt. Im Deutschen trennen sie aber zwei verschiedene Arten von Wissen. Gut vs Gern zeigt ebenfalls, wie zwei ähnliche Formen im Gebrauch klar auseinandergehen können. Entscheidend ist, ob es um Fakten und Antworten oder um Vertrautheit mit Menschen, Dingen und Begriffen geht.

Wissen beschreibt vor allem propositionales Wissen, also Fakten, Informationen und Antworten auf Fragen. Es steht häufig mit dass Sätzen, Fragesätzen oder mit wie in Nebensätzen. Für Fähigkeiten wird im Deutschen meist können verwendet, nicht wissen.

RegelBeispiel
📘Wissen steht für Fakten und Informationen.Ich weiß, dass der Zug später fährt.
❓Wissen passt oft zu Fragesätzen.Sie weiß, wo der Schlüssel liegt.
🧠Wissen kann eine Antwort auf eine Frage ausdrücken.Wir wissen, wie man das Formular ausfüllt.
⚙️Für Fähigkeiten verwendet man meist können.Er kann sehr gut schwimmen.

Kennen beschreibt Vertrautheit mit Personen, Orten, Werken oder bestimmten Begriffen. Das Verb steht mit einem direkten Akkusativ und bedeutet, dass etwas oder jemand bekannt ist. Auch Machen vs Tun hilft beim Lernen solcher Bedeutungsunterschiede, weil der richtige Gebrauch stark vom Kontext abhängt. Mit kennen wird keine Tatsache abgefragt, sondern eine vertraute Bekanntschaft mit dem Nomen selbst ausgedrückt.

RegelBeispiel
👤Kennen wird für Personen verwendet.Ich kenne Anna schon lange.
📍Kennen wird für Orte verwendet.Wir kennen diese Stadt gut.
🎨Kennen wird für Werke und Begriffe verwendet.Sie kennt den Film sehr gut.
📚Kennen steht mit einem direkten Akkusativ.Kennst du ihn persönlich

Bei Personen kann der Unterschied besonders wichtig sein. Ich kenne ihn bedeutet persönliche Vertrautheit mit der Person, während ich weiß von ihm bedeutet, dass Informationen über ihn bekannt sind. Für Fähigkeiten ist kennen meist unpassend; dort übernimmt können die normale Funktion. In ähnlichen Bedeutungsfeldern lohnt sich auch ein Blick auf Zu vs Nach, weil die Wahl oft von der genauen Beziehung zwischen Bedeutung und Struktur abhängt.

BedeutungPassende FormBeispiel
🤝persönliche VertrautheitkennenIch kenne ihn gut.
🗞️Informationen über eine PersonwissenIch weiß von ihm.
🎯FähigkeitkönnenSie kann sehr schnell lesen.
🧾bekannte InformationwissenWir wissen, wie er heißt.

Die sicherste Regel ist einfach: Fakten und Propositionen verlangen wissen, Vertrautheit und Bekanntheit verlangen kennen. Wenn ein Nebensatz oder eine Frage folgt, ist wissen meist richtig. Wenn eine Person, ein Ort oder ein Gegenstand direkt gemeint ist, steht kennen. Wer diese Grundregel beachtet, trifft die Wahl in den meisten Alltagssätzen zuverlässig.

FallRichtige Wahl
💡Fakt oder Informationwissen
👥Vertraute Person oder Sachekennen
❔Frage oder Nebensatzwissen
🏠Direktes Objektkennen

Wissen und kennen werden beide oft als to know verstanden, meinen aber nicht dasselbe. Wissen gehört zu Fakten, Antworten und Nebensätzen, kennen zu Vertrautheit mit Personen, Orten, Werken und Begriffen. Für Fähigkeiten ist meistens können die passende Wahl. Wer diese Trennung beachtet, verwendet beide Verben natürlich und präzise.

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Last updated: Mon Jun 1, 2026, 3:45 AM