Präpositionen der Zeit in DeutschA2
Lerne, wann Zeit-Präpositionen wie in, an, um verwendet werden. Übe mit Beispielen, klaren Regeln und Übungen, um Zeitangaben sicher auszudrücken.
Übersetzungen
Voraussetzungen
Zeitangaben
Zeitpräpositionen verbinden eine Handlung mit einem Zeitpunkt, einem Zeitraum oder einer zeitlichen Reihenfolge. Sie zeigen, ob etwas in einem Monat oder Jahr, an einem Wochentag oder Datum, um eine genaue Uhrzeit, vor oder nach einem anderen Ereignis, seit einem Beginn, für eine Dauer, bis zu einem Endpunkt oder während einer gleichzeitigen Phase passiert. Präpositionen gehören zur Grundfunktion von Präpositionen und arbeiten oft mit festen Formen des Nomens zusammen.
In
In steht bei Monaten, Jahren und Jahreszeiten, wenn ein Zeitraum als ganzer Rahmen gemeint ist. Bei Jahreszeiten steht meist der Artikel, also im Sommer, im Winter, im Frühling und im Herbst. Für Zeiträume in der Zukunft oder Vergangenheit kann in ebenfalls einen größeren Abschnitt markieren.
| Regel | Beispiel |
|---|---|
| Ich komme in Juli. | |
| Wir fahren im Sommer ans Meer. | |
An und um
An steht bei Wochentagen, Daten und Tagesabschnitten, wenn ein konkreter Kalendertag oder ein bestimmter Teil des Tages gemeint ist. Um steht bei genauen Uhrzeiten und bei sehr präzisen Zeitpunkten wie Mitternacht. Im Alltag wird die Uhrzeit oft ohne um genannt, die Präposition bleibt aber in der Standardsprache wichtig.
| Regel | Beispiel |
|---|---|
| Am Montag beginnt der Kurs. | |
| Am 1. Mai bleibt die Schule geschlossen. | |
Vor und nach
Vor bezeichnet einen Zeitpunkt, der früher liegt als ein anderes Ereignis, und nach bezeichnet einen Zeitpunkt, der später liegt. Beide Präpositionen ordnen Handlungen auf einer Zeitachse und zeigen Reihenfolge oder Abstand. Solche Beziehungen sind eng mit Präpositionalphrasen verbunden, weil die ganze Wortgruppe die zeitliche Lage trägt.
| Regel | Beispiel |
|---|---|
| Vor dem Unterricht lerne ich noch Vokabeln. | |
Seit und für
Seit beschreibt den Beginn einer Handlung oder Situation, die bis jetzt andauert. Für nennt eine geplante oder abgeschlossene Dauer und misst, wie lange etwas dauern soll oder gedauert hat. Der Unterschied zwischen Dauer und fortdauerndem Beginn ist zentral, wenn Zeitverhältnisse präzise ausgedrückt werden sollen.
| Regel | Beispiel |
|---|---|
| Ich wohne seit 2010 in Berlin. | |
| Sie arbeitet seit einem Jahr hier. | |
Bis und während
Bis nennt einen Endpunkt, eine Frist oder eine Grenze. Während beschreibt Gleichzeitigkeit und zeigt, dass zwei Vorgänge in derselben Zeitspanne stattfinden. Während steht häufig mit einem Genitiv oder mit einer Präpositionalphrase und passt gut zu längeren Abläufen oder Rahmenbedingungen.
| Regel | Beispiel |
|---|---|
| Bitte komm bis Freitag. | |
| Die Bibliothek ist bis 18 Uhr offen. | |
Mit Artikeln
Viele Zeitpräpositionen verbinden sich mit Artikeln zu festen Formen. In wird zu im mit dem, an wird zu am mit dem, und diese Verschmelzungen klingen in Alltag und Standardsprache natürlich. Solche Formen zeigen, dass die Präposition grammatisch eng mit dem folgenden Nomen verbunden ist, wie bei Konstruktionen mit Präpositionen.
| Regel | Beispiel |
|---|---|
| Im Sommer reisen viele Menschen. | |
Wortstellung
Präpositionalphrasen können im Satz flexibel stehen und am Anfang, in der Mitte oder am Ende platziert werden. Steht die Zeitangabe vorne, wird sie besonders betont und rahmt oft den ganzen Satz. Diese flexible Position ist auch für Präpositionalphrasen und Präpositionen des Ortes wichtig, weil der Satz dann nach Inhalt und Fokus geordnet wird.
| Regel | Beispiel |
|---|---|
| Am Abend treffen wir uns. | |
Wiederholung
Zeitpräpositionen ordnen Handlungen auf der Zeitachse und verbinden Ereignisse mit Monaten, Wochentagen, Uhrzeiten, Fristen und gleichzeitigen Abläufen. In, an, um, vor, nach, seit, für, bis und während bilden zusammen ein klares System für Zeitpunkt, Dauer, Beginn, Ende und Gleichzeitigkeit. Wer diese Muster sicher beherrscht, kann zeitliche Beziehungen präzise und natürlich ausdrücken.