Lerne das grundlegende Verb machen, seine Bedeutungen, Konjugationen und typische Anwendungen im Alltag kennen und anwenden.

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Machen ist ein sehr häufiges Verb mit mehreren Grundbedeutungen. Es kann herstellen oder erzeugen, eine Handlung ausführen oder etwas veranlassen. Außerdem wird es oft als Hilfsverb in festen Konstruktionen gebraucht, sodass die genaue Bedeutung stark vom Zusammenhang abhängt. In vielen Fällen ist die Wortstellung mit Verb-Zweit-Stellung besonders wichtig, weil machen im Satzkern sehr oft die Handlung trägt.

Im Präsens beschreibt machen Gegenwart, Gewohnheit oder allgemeine Aussagen. Die Form passt sich der Person an und folgt dem normalen Muster starker Alltagsverben im Deutschen. Das unpersönliche Sie wird mit der gleichen Verbform wie sie verwendet.

PersonFormBeispiel
ich🛠️mache✍️Ich mache heute Hausaufgaben, weil ich morgen frei habe.
du⚙️machst🌞Du machst das Fenster auf, weil es warm ist.
er sie es🔧macht☕Er macht Kaffee, weil Besuch kommt.
wir🧩machen📋Wir machen einen Plan, damit alles klar ist.
ihr🎯macht⚡Ihr macht die Aufgabe schnell, weil ihr geübt seid.
sie Sie🏁machen😌Sie machen eine Pause, weil der Tag lang war.

Das Präteritum wird vor allem in der geschriebenen Sprache und im Erzählen verwendet. Bei machen ist es sehr regelmäßig und hilft, vergangene Handlungen knapp und klar darzustellen. In Geschichten und Berichten klingt es oft natürlicher als das Perfekt.

PersonFormBeispiel
ich📝machte🚪Ich machte die Tür zu, bevor ich ging.
du🧰machtest😴Du machtest alles richtig, obwohl du müde warst.
er sie es🪛machte✅Sie machte einen Fehler, den sie schnell korrigierte.
wir🧱machten🌙Wir machten gemeinsam weiter, obwohl es spät war.
ihr🎨machtet🖼️Ihr machtet ein Bild, das sehr bunt war.
sie Sie📚machten👩‍🏫Sie machten viele Notizen, während der Lehrer erklärte.

Das Perfekt bildet man mit haben und dem Partizip II gemacht. Es ist die wichtigste Vergangenheitsform in der gesprochenen Sprache und beschreibt abgeschlossene Handlungen mit Gegenwartsbezug. Bei machen wird nicht sein verwendet, sondern immer haben.

PersonFormBeispiel
ich✅habe gemacht🎬Ich habe die Arbeit gemacht, bevor ich ins Kino ging.
du🛍️hast gemacht💡Du hast alles richtig gemacht, obwohl es schwierig war.
er sie es🧾hat gemacht📅Er hat einen Termin gemacht, damit alles geregelt ist.
wir🤝haben gemacht🔗Wir haben eine Lösung gemacht, die für alle passt.
ihr🧪habt gemacht🔬Ihr habt den Versuch gemacht, weil ihr neugierig wart.
sie Sie🏆haben gemacht⏱️Sie haben schnell gemacht, was nötig war.

Das Plusquamperfekt beschreibt eine Handlung, die vor einer anderen Vergangenheit liegt. Es wird mit hatte und dem Partizip II gemacht gebildet. Diese Form ordnet Ereignisse in Erzählungen zeitlich genau und zeigt, was bereits erledigt war.

PersonFormBeispiel
ich🕰️hatte gemacht🎫Ich hatte die Karte gemacht, bevor der Gast ankam.
du📦hattest gemacht🔍Du hattest den Fehler gemacht, bevor du es bemerktest.
er sie es🪄hatte gemacht🗺️Sie hatte einen Plan gemacht, bevor sie losging.
wir🧭hatten gemacht🌧️Wir hatten alles gemacht, bevor der Regen begann.
ihr🛠️hattet gemacht🛋️Ihr hattet die Möbel gemacht, als der Raum fertig wurde.
sie Sie📖hatten gemacht📝Sie hatten viel gemacht, bevor die Prüfung startete.

Das Futur I bildet man mit werden und dem Infinitiv machen. Es kann eine zukünftige Handlung, eine Absicht oder eine Vermutung ausdrücken. In der Alltagssprache steht dafür oft schon das Präsens, wenn der Zusammenhang klar ist.

PersonFormBeispiel
ich🚀werde machen🛒Ich werde morgen die Besorgung machen, weil ich Zeit habe.
du🎯wirst machen😌Du wirst das später machen, wenn du Ruhe hast.
er sie es🔮wird machen📊Er wird den Plan machen, sobald er Daten hat.
wir🏗️werden machen🌱Wir werden einen neuen Anfang machen, wenn alles bereit ist.
ihr📣werdet machen🤝Ihr werdet die Aufgabe gemeinsam machen, damit es schneller geht.
sie Sie🌍werden machen📘Sie werden das richtig machen, wenn sie die Regeln kennen.

Das Futur II wird mit werden, dem Partizip II gemacht und haben gebildet. Es beschreibt eine Handlung, die zu einem späteren Zeitpunkt bereits abgeschlossen sein wird. Außerdem kann es eine Vermutung über eine vergangene Handlung ausdrücken.

PersonFormBeispiel
ich🛎️werde gemacht haben⏳Ich werde die Aufgabe gemacht haben, bevor du zurück bist.
du🧩wirst gemacht haben🚪Du wirst den Teil gemacht haben, wenn ich komme.
er sie es📌wird gemacht haben🗂️Er wird den Bericht gemacht haben, bevor die Sitzung beginnt.
wir🧠werden gemacht haben👥Wir werden die Vorbereitung gemacht haben, wenn alle ankommen.
ihr🧰werdet gemacht haben🌆Ihr werdet die Reparatur gemacht haben, bevor es dunkel wird.
sie Sie📑werden gemacht haben✔️Sie werden alles gemacht haben, wenn die Kontrolle startet.

Der Konjunktiv I wird vor allem in der indirekten Rede verwendet. Mit machen erscheint er besonders in Berichten, Zitaten und sachlicher Wiedergabe von Aussagen. Die Form wirkt formal und hält Distanz zur ursprünglichen Aussage.

PersonFormBeispiel
ich🗣️mache📣Er sagt, er mache alles selbst, damit niemand warten müsse.
du📰machest⏱️Sie berichtet, du machest deinen Teil rechtzeitig.
er sie es📢mache🧾Die Zeitung schreibt, er mache Fortschritte, obwohl es langsam gehe.
wir🧑‍💼machen🤝Er erklärt, wir machen die Sitzung gemeinsam, damit alles klar sei.
ihr📄machet📂Es heißt, ihr machet die Unterlagen fertig, bevor ihr geht.
sie Sie🏛️machen🎙️Der Sprecher meldet, sie machen weiter, obwohl es schwierig sei.

Der Konjunktiv II drückt Irreales, Wunschvorstellungen, Möglichkeiten und Höflichkeit aus. Bei machen wird er im Alltag oft mit würde machen ersetzt, besonders in längeren oder neutralen Sätzen. Die einfachen Formen machten und machtest klingen formeller oder literarischer.

PersonFormBeispiel
ich🌙machte⏰Ich machte es gern, wenn ich mehr Zeit hätte.
du🎻machtest💬Du machtest den Vorschlag, wenn du sicherer wärst.
er sie es✨würde machen🤲Er würde es machen, wenn er Hilfe bekäme.
wir🧭würden machen🗺️Wir würden einen anderen Weg machen, wenn es leichter wäre.
ihr🎁würdet machen🙋Ihr würdet das bestimmt machen, wenn ihr gefragt würdet.
sie Sie🕊️würden machen✅Sie würden das sofort machen, wenn es sinnvoll wäre.

Der Imperativ dient für Aufforderungen, Bitten und Anweisungen. Bei machen sind die Formen im Alltag sehr kurz und direkt, besonders in der du und ihr Form. In der Höflichkeitsform steht das Verb am Satzende nach Sie.

FormVerbBeispiel
du🛎️mach!🚪Mach die Tür zu, bevor es zieht.
ihr📢macht!👏Macht bitte weiter, wenn ihr bereit seid.
Sie🧑‍🏫machen Sie!📝Machen Sie das Formular fertig, bevor Sie gehen.
umgangssprachlich⚡mach's!🚗Mach's schnell, weil wir gleich losfahren.

Das Partizip I heißt machend und beschreibt eine gleichzeitig ablaufende Handlung oder eine Eigenschaft. Das Partizip II heißt gemacht und wird für zusammengesetzte Zeiten und das Passiv gebraucht. Das Nomen das Machen bezeichnet die Tätigkeit als Vorgang und ist eng mit dem Verbalsystem verbunden.

FormWortBeispiel
Partizip I🌿machend🕒Der machende Schüler hörte kaum auf die Uhr, während er schrieb.
Partizip II🧱gemacht🍽️Die Arbeit ist gemacht, bevor das Essen kalt wird.
Nominalisierung🧵das Machen🧘Das Machen braucht Ruhe, wenn das Ergebnis gut sein soll.

In reflexiven Wendungen verändert machen oft die Bedeutung und bezeichnet dann eher das Starten, Vorbereiten oder Ausführen einer Handlung an sich selbst. Besonders häufig sind sich fertig machen und sich an die Arbeit machen. Solche Verbindungen sind fest und sollten als eigene Wendungen gelernt werden.

WendungBedeutungBeispiel
sich fertig machen🧥sich vorbereiten🚪Ich mache mich fertig, bevor ich das Haus verlasse.
sich an die Arbeit machen🛠️mit einer Aufgabe beginnen📋Wir machen uns an die Arbeit, sobald der Plan klar ist.
sich machen🐾sich bewegen oder entwickeln🤝Es macht sich langsam, wenn die Gruppe zusammenbleibt.

Machen erscheint in vielen festen und grammatischen Konstruktionen. Es kann mit Akkusativ direktes Herstellen oder Tun bezeichnen und in kausativen Strukturen jemandem erlauben, etwas zu tun. Mit Passivformen wie gemacht werden wird die Handlung auf das Ergebnis oder den Vorgang gelenkt. Der Bedeutungsumfang überschneidet sich dabei teilweise mit Machen vs Tun.

ArtWendungBedeutungBeispiel
direktetwas machenetwas herstellen oder tun🎂Ich mache einen Kuchen, wenn Besuch kommt.
kausativmachen lassenjemanden etwas tun lassen🚗Sie lässt den Wagen machen, weil er kaputt ist.
bewirkendetwas möglich macheneine Möglichkeit schaffen🌈Die neue Regel macht vieles möglich, weil sie flexibel ist.
Passivgemacht werdeneine Handlung im Passiv ausdrücken⚙️Der Plan wird heute gemacht, damit morgen alles läuft.
umbenennendjemanden zu etwas machenjemanden in eine Rolle bringen🏅Der Sieg machte ihn zum Helden, weil alle applaudierten.

Machen ist Teil vieler sehr häufiger Wendungen, die nicht wörtlich übersetzt werden sollten. Die Bedeutung ergibt sich oft erst aus der festen Verbindung. In solchen Ausdrücken zeigt sich auch besonders gut der Vergleich zu Machen vs Tun.

Wort oder WendungDefinitionBeispiel
🫶das macht nichtsetwas ist nicht schlimm⏰Das macht nichts, wenn du später kommst.
🧠Sinn machenverständlich oder logisch sein✅Der Plan macht Sinn, weil er einfach ist.
🎉Spaß machenVergnügen bereiten🎲Das Spiel macht Spaß, wenn alle mitmachen.
🤔wie macht man daswie führt man etwas aus📘Wie macht man das, wenn die Erklärung fehlt.
🧮was macht daswas kostet etwas💶Was macht das, wenn wir zu dritt zahlen.
😌nichts machennichts unternehmen🛋️Heute machen wir nichts, weil wir müde sind.
✨es macht sich gutes wirkt passend oder vorteilhaft🖼️Das Bild macht sich gut an der Wand, wenn das Licht stimmt.
🌤️sich keine Sorgen machenruhig bleiben🚆Mach dir keine Sorgen, wenn der Zug später kommt.

Machen gehört zum Kernwortschatz und ist eines der wichtigsten Verben im Deutschen. Es verbindet sich eng mit Wortbildung, Satzbau und Verbformen und taucht deshalb häufig in Übungen zu Verben, Partizipien und Redeformen auf. Im Alltag werden machen und tun oft ähnlich gebraucht, doch die genaue Wahl hängt von Stil, Region und Ausdrucksabsicht ab. Besonders in gesprochener Sprache sind verkürzte Imperative und feste Wendungen sehr lebendig, während schriftliche Texte öfter die präziseren Zeitformen und den Konjunktiv nutzen.

BereichWort oder WendungBesonderheitBeispiel
Alltagmachensehr häufig und vielseitig📞Ich mache das später, weil ich jetzt telefoniere.
Regionaltunkann in manchen Gegenden ähnlich wie machen stehen🗺️Das tut man hier so, wenn es schnell gehen muss.
Stilmach!kurz und direkt💡Mach die Lampe an, wenn es dunkel wird.
Schriftlichmachteerzählende und knappe Vergangenheitsform📝Er machte den Bericht fertig, bevor er ihn schickte.
Formalgemacht werdenhäufige Passivkonstruktion🏛️Die Entscheidung wird morgen gemacht, wenn alle da sind.

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Last updated: Mon Jun 1, 2026, 3:45 AM