machen in DeutschA2
Lerne das grundlegende Verb machen, seine Bedeutungen, Konjugationen und typische Anwendungen im Alltag kennen und anwenden.
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Grundbedeutung
Machen ist ein sehr häufiges Verb mit mehreren Grundbedeutungen. Es kann herstellen oder erzeugen, eine Handlung ausführen oder etwas veranlassen. Außerdem wird es oft als Hilfsverb in festen Konstruktionen gebraucht, sodass die genaue Bedeutung stark vom Zusammenhang abhängt. In vielen Fällen ist die Wortstellung mit Verb-Zweit-Stellung besonders wichtig, weil machen im Satzkern sehr oft die Handlung trägt.
Präsens
Im Präsens beschreibt machen Gegenwart, Gewohnheit oder allgemeine Aussagen. Die Form passt sich der Person an und folgt dem normalen Muster starker Alltagsverben im Deutschen. Das unpersönliche Sie wird mit der gleichen Verbform wie sie verwendet.
| Person | Form | Beispiel | |
|---|---|---|---|
| ich | |||
| du | |||
| er sie es | |||
| wir | |||
| ihr | |||
| sie Sie |
Präteritum
Das Präteritum wird vor allem in der geschriebenen Sprache und im Erzählen verwendet. Bei machen ist es sehr regelmäßig und hilft, vergangene Handlungen knapp und klar darzustellen. In Geschichten und Berichten klingt es oft natürlicher als das Perfekt.
| Person | Form | Beispiel | |
|---|---|---|---|
| ich | |||
| du | |||
| er sie es | |||
| wir | |||
| ihr | |||
| sie Sie |
Perfekt
Das Perfekt bildet man mit haben und dem Partizip II gemacht. Es ist die wichtigste Vergangenheitsform in der gesprochenen Sprache und beschreibt abgeschlossene Handlungen mit Gegenwartsbezug. Bei machen wird nicht sein verwendet, sondern immer haben.
| Person | Form | Beispiel | |
|---|---|---|---|
| ich | |||
| du | |||
| er sie es | |||
| wir | |||
| ihr | |||
| sie Sie |
Plusquamperfekt
Das Plusquamperfekt beschreibt eine Handlung, die vor einer anderen Vergangenheit liegt. Es wird mit hatte und dem Partizip II gemacht gebildet. Diese Form ordnet Ereignisse in Erzählungen zeitlich genau und zeigt, was bereits erledigt war.
| Person | Form | Beispiel | |
|---|---|---|---|
| ich | |||
| du | |||
| er sie es | |||
| wir | |||
| ihr | |||
| sie Sie |
Futur I
Das Futur I bildet man mit werden und dem Infinitiv machen. Es kann eine zukünftige Handlung, eine Absicht oder eine Vermutung ausdrücken. In der Alltagssprache steht dafür oft schon das Präsens, wenn der Zusammenhang klar ist.
| Person | Form | Beispiel | |
|---|---|---|---|
| ich | |||
| du | |||
| er sie es | |||
| wir | |||
| ihr | |||
| sie Sie |
Futur II
Das Futur II wird mit werden, dem Partizip II gemacht und haben gebildet. Es beschreibt eine Handlung, die zu einem späteren Zeitpunkt bereits abgeschlossen sein wird. Außerdem kann es eine Vermutung über eine vergangene Handlung ausdrücken.
| Person | Form | Beispiel | |
|---|---|---|---|
| ich | |||
| du | |||
| er sie es | |||
| wir | |||
| ihr | |||
| sie Sie |
Konjunktiv I
Der Konjunktiv I wird vor allem in der indirekten Rede verwendet. Mit machen erscheint er besonders in Berichten, Zitaten und sachlicher Wiedergabe von Aussagen. Die Form wirkt formal und hält Distanz zur ursprünglichen Aussage.
| Person | Form | Beispiel | |
|---|---|---|---|
| ich | |||
| du | |||
| er sie es | |||
| wir | |||
| ihr | |||
| sie Sie |
Konjunktiv II
Der Konjunktiv II drückt Irreales, Wunschvorstellungen, Möglichkeiten und Höflichkeit aus. Bei machen wird er im Alltag oft mit würde machen ersetzt, besonders in längeren oder neutralen Sätzen. Die einfachen Formen machten und machtest klingen formeller oder literarischer.
| Person | Form | Beispiel | |
|---|---|---|---|
| ich | |||
| du | |||
| er sie es | |||
| wir | |||
| ihr | |||
| sie Sie |
Imperativ
Der Imperativ dient für Aufforderungen, Bitten und Anweisungen. Bei machen sind die Formen im Alltag sehr kurz und direkt, besonders in der du und ihr Form. In der Höflichkeitsform steht das Verb am Satzende nach Sie.
| Form | Verb | Beispiel | |
|---|---|---|---|
| du | |||
| ihr | |||
| Sie | |||
| umgangssprachlich |
Partizipien
Das Partizip I heißt machend und beschreibt eine gleichzeitig ablaufende Handlung oder eine Eigenschaft. Das Partizip II heißt gemacht und wird für zusammengesetzte Zeiten und das Passiv gebraucht. Das Nomen das Machen bezeichnet die Tätigkeit als Vorgang und ist eng mit dem Verbalsystem verbunden.
| Form | Wort | Beispiel | |
|---|---|---|---|
| Partizip I | |||
| Partizip II | |||
| Nominalisierung |
Reflexiv
In reflexiven Wendungen verändert machen oft die Bedeutung und bezeichnet dann eher das Starten, Vorbereiten oder Ausführen einer Handlung an sich selbst. Besonders häufig sind sich fertig machen und sich an die Arbeit machen. Solche Verbindungen sind fest und sollten als eigene Wendungen gelernt werden.
| Wendung | Bedeutung | Beispiel | |
|---|---|---|---|
| sich fertig machen | |||
| sich an die Arbeit machen | |||
| sich machen |
Konstruktionen
Machen erscheint in vielen festen und grammatischen Konstruktionen. Es kann mit Akkusativ direktes Herstellen oder Tun bezeichnen und in kausativen Strukturen jemandem erlauben, etwas zu tun. Mit Passivformen wie gemacht werden wird die Handlung auf das Ergebnis oder den Vorgang gelenkt. Der Bedeutungsumfang überschneidet sich dabei teilweise mit Machen vs Tun.
| Art | Wendung | Bedeutung | Beispiel | |
|---|---|---|---|---|
| direkt | etwas machen | etwas herstellen oder tun | ||
| kausativ | machen lassen | jemanden etwas tun lassen | ||
| bewirkend | etwas möglich machen | eine Möglichkeit schaffen | ||
| Passiv | gemacht werden | eine Handlung im Passiv ausdrücken | ||
| umbenennend | jemanden zu etwas machen | jemanden in eine Rolle bringen |
Wendungen
Machen ist Teil vieler sehr häufiger Wendungen, die nicht wörtlich übersetzt werden sollten. Die Bedeutung ergibt sich oft erst aus der festen Verbindung. In solchen Ausdrücken zeigt sich auch besonders gut der Vergleich zu Machen vs Tun.
| Wort oder Wendung | Definition | Beispiel | |
|---|---|---|---|
| etwas ist nicht schlimm | |||
| verständlich oder logisch sein | |||
| Vergnügen bereiten | |||
| wie führt man etwas aus | |||
| was kostet etwas | |||
| nichts unternehmen | |||
| es wirkt passend oder vorteilhaft | |||
| ruhig bleiben |
Gebrauch und Verortung
Machen gehört zum Kernwortschatz und ist eines der wichtigsten Verben im Deutschen. Es verbindet sich eng mit Wortbildung, Satzbau und Verbformen und taucht deshalb häufig in Übungen zu Verben, Partizipien und Redeformen auf. Im Alltag werden machen und tun oft ähnlich gebraucht, doch die genaue Wahl hängt von Stil, Region und Ausdrucksabsicht ab. Besonders in gesprochener Sprache sind verkürzte Imperative und feste Wendungen sehr lebendig, während schriftliche Texte öfter die präziseren Zeitformen und den Konjunktiv nutzen.
| Bereich | Wort oder Wendung | Besonderheit | Beispiel | |
|---|---|---|---|---|
| Alltag | machen | sehr häufig und vielseitig | ||
| Regional | tun | kann in manchen Gegenden ähnlich wie machen stehen | ||
| Stil | mach! | kurz und direkt | ||
| Schriftlich | machte | erzählende und knappe Vergangenheitsform | ||
| Formal | gemacht werden | häufige Passivkonstruktion |