Zurückkommen vs zurückgehen
Vergleiche die deutschen Verben 'zurückkommen' und 'zurückgehen' in diesem Modul. Lerne ihre Bedeutungen, Unterschiede und die richtige Verwendung.
Grundbedeutung
„Zurückkommen“ bedeutet, an einen Ausgangsort zurückzukehren, oft aus Sicht der Personen am Zielort. „Zurückgehen“ bedeutet, sich von einem Ort wieder weg zu bewegen, oft aus Sicht der sprechenden Person, die den Ort verlässt.
Regel | Beispiel |
|---|---|
Ich komme zurück zu dem Ort, an dem man auf mich wartet. | |
Ich gehe zurück zu dem Ort, von dem ich gerade weggegangen bin. |
Blickrichtung
„Zurückkommen“ stellt den Zielort in den Mittelpunkt, oft mit dem Gefühl: Dort bin ich wieder. „Zurückgehen“ stellt die Bewegung vom aktuellen Standort in den Mittelpunkt, oft mit dem Gedanken: Ich mache mich auf den Weg dorthin zurück.
Regel | Beispiel |
|---|---|
Ich benutze ‚zurückkommen‘, wenn Ankunft oder Wiederkehr am Ziel wichtig ist. | |
Ich benutze ‚zurückgehen‘, wenn der Aufbruch oder die Bewegung weg wichtig ist. |
Sprecherperspektive
Wer am Zielort bleibt, sagt typischerweise „zurückkommen“ über eine andere Person. Wer selbst den Ort verlässt, sagt häufig „zurückgehen“ über die eigene Bewegung. Beide Verben können sich auf denselben Weg beziehen, aber aus unterschiedlicher Perspektive.
Regel | Beispiel |
|---|---|
Die wartende Person sagt meist ‚zurückkommen‘ über den Rückkehrer. | |
Die gehende Person sagt meist ‚zurückgehen‘ über sich selbst. |
Typische Kontexte
„Zurückkommen“ passt zu Situationen mit Heimkehr, Wiedersehen oder Zwischenstopp. „Zurückgehen“ passt zu Situationen mit Entscheidung zum Aufbruch, Umkehren oder Rückweg.
Regel | Beispiel |
|---|---|
Ich verwende ‚zurückkommen‘ bei Versprechen oder Plänen, wieder da zu sein. | |
Ich verwende ‚zurückgehen‘ bei spontaner Entscheidung oder Rückwegbeschreibung. |
Zielort mit ‚nach‘
Beide Verben können mit einem Zielort stehen, oft mit „nach“ für Länder, Städte oder „Hause“. Der Unterschied bleibt die Perspektive: Ankunft betont „zurückkommen“, Aufbruch betont „zurückgehen“.
Regel | Beispiel |
|---|---|
Mit ‚nach Hause‘ betone ich die Rückkehr: ‚zurückkommen‘. | |
Mit ‚nach Hause‘ beschreibe ich den Aufbruch: ‚zurückgehen‘. |
Ort mit ‚zu‘ oder ‚in‘
„Zu“ steht oft mit Personen oder festen Zielen, „in“ mit Gebäuden oder Räumen. Beide Präpositionen können mit „zurückkommen“ und „zurückgehen“ kombiniert werden, abhängig vom gemeinten Ziel.
Regel | Beispiel |
|---|---|
Mit ‚in‘ meine ich meist einen Raum oder ein Gebäude als Ziel. | |
Mit ‚zu‘ meine ich oft eine Person oder eine Gruppe als Ziel. |
Vergleich im Dialog
Im Dialog klingt „Wann kommst du zurück?“ wie eine Einladung zur Rückkehr zum Gesprächspartner. „Ich gehe zurück“ klingt wie eine Ankündigung, dass man sich jetzt auf den Rückweg macht.
Regel | Beispiel |
|---|---|
‚Wann kommst du zurück?‘ fragt nach dem Zeitpunkt der Wiederkehr. | |
‚Ich gehe zurück.‘ informiert über den Beginn des Rückwegs. |
Wortschatz
Die beiden Verben bestehen aus „zurück“ und einem Bewegungsverb. „Kommen“ betont das Ankommen beim Sprecher oder Bezugsort. „Gehen“ betont die Bewegung vom aktuellen Standort weg zum Ziel.
Wort/Phrase | Definition | Beispiel |
|---|---|---|
Ich kehre zu einem Bezugsort wieder zurück. | ||
Ich bewege mich auf bekanntem Weg zum Ausgangsort zurück. |
Perfektbildung
„Zurückkommen“ bildet das Perfekt mit „sein“: „ist zurückgekommen“. „Zurückgehen“ bildet das Perfekt mit „sein“: „ist zurückgegangen“. Beide Formen beschreiben die abgeschlossene Bewegung.
Person | Form | Beispiel |
|---|---|---|
ich | bin zurückgekommen | |
ich | bin zurückgegangen |
Zusammenfassung
„Zurückkommen“ richtet den Fokus auf die Rückkehr zum Zielort. „Zurückgehen“ richtet den Fokus auf den Rückweg vom aktuellen Standort. Die passende Wahl hängt von Perspektive und Gesprächssituation ab.