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Wollen will, willst, wollen, wollte

Dieses Modul behandelt die Konjugation des Verbs 'wollen' im Deutschen, einschließlich Präsens, Präteritum und Konjunktiv. Perfekt für das Verständnis von Wunsch, Absicht und Höflichkeit.

Grundbedeutung

„Wollen“ drückt im Deutschen einen Wunsch oder eine Absicht aus und kann je nach Zeitform Vergangenheit, Gegenwart oder Möglichkeit markieren. Im Präsens steht oft die persönliche Absicht im Vordergrund. Im Präteritum wird häufig berichtet, was jemand wollte. Im Konjunktiv wird Möglichkeit oder Höflichkeit ausgedrückt. Die Konjugation ist unregelmäßig.

Präsens Stamm

Im Präsens lautet der Stamm „will-“ für ich und er/sie/es und „woll-“ für du, wir, ihr und sie/Sie. Der Wechsel zwischen „will-“ und „woll-“ ist eine Kernregel für das Präsens. Die Endungen folgen den typischen Mustern für starke Verben im Präsens. Die Formen „ich will“ und „er will“ sind kurz und hochfrequent.

Subject
Form
Example
ich
will
🏠Ich will nach Hause gehen.
du
willst
🏠Du willst nach Hause gehen.
er/sie/es
will
🏠Er will nach Hause gehen.
wir
wollen
🏠Wir wollen nach Hause gehen.
ihr
wollt
🏠Ihr wollt nach Hause gehen.
sie/Sie
wollen
🏠Sie wollen nach Hause gehen.

Präsens Verwendung

Im Präsens drückt „wollen“ einen aktuellen Wunsch oder eine geplante Absicht aus. Der Infinitiv steht meist am Satzende nach „wollen“. In Fragesätzen steht das konjugierte „wollen“ typischerweise an zweiter Stelle. „Wollen“ kann direkt mit einem Objekt stehen, wenn der Wunsch klar ist.

Rule
Example
Nach ‚wollen‘ steht der Infinitiv am Satzende.
⏰Ich will heute früher gehen.
‚Wollen‘ an zweiter Stelle bildet eine Aussage im Deutschen.
🌍Wir wollen morgen reisen.
In direkten Fragen steht ‚wollen‘ auf Position eins.
🚗Willst du mitkommen?

Präteritum Stamm

Im Präteritum lautet der Stamm „wollt-“ und nimmt die typischen Endungen des Präteritums. Die Form „ich wollte“ wird für vergangene Wünsche oder Absichten verwendet. Auch „er wollte“ folgt diesem Muster. Das Präteritum ist im geschriebenen Deutsch besonders häufig.

Subject
Form
Example
ich
wollte
🏠Ich wollte nach Hause gehen.
du
wolltest
🏠Du wolltest nach Hause gehen.
er/sie/es
wollte
🏠Er wollte nach Hause gehen.
wir
wollten
🏠Wir wollten nach Hause gehen.
ihr
wolltet
🏠Ihr wolltet nach Hause gehen.
sie/Sie
wollten
🏠Sie wollten nach Hause gehen.

Präteritum Verwendung

Das Präteritum von „wollen“ beschreibt einen Wunsch oder eine Absicht in der Vergangenheit. Oft steht es in Erzählungen, Berichten oder geschriebenen Texten. Der Infinitiv bleibt wie im Präsens am Satzende. In der gesprochenen Sprache wird häufig das Perfekt als Alternative verwendet, aber „wollte“ bleibt zentral für das Schriftdeutsch.

Rule
Example
‚Wollte‘ drückt einen vergangenen Wunsch aus.
🚦Ich wollte früher gehen, aber ich konnte nicht.
Nach ‚wollte‘ steht der Infinitiv am Satzende.
📚Sie wollte das Buch lesen.
Im Präteritum bleibt die Wortstellung wie im Präsens.
🚗Er wollte mitkommen.

Konjunktiv II Stamm

Im Konjunktiv II lautet die Form „wollte“ und ist oft nicht vom Präteritum zu unterscheiden. Der Konjunktiv II drückt Möglichkeit, Unwirklichkeit oder höfliche Zurückhaltung aus. In der Standardsprache wird zur Klarheit oft „würde + Infinitiv“ verwendet, aber „wollte“ bleibt korrekt. Der Infinitiv steht wie gewohnt am Satzende.

Subject
Form
Example
ich
wollte
🚪Ich wollte jetzt gehen.
du
wolltest
🚪Du wolltest jetzt gehen.
er/sie/es
wollte
🚪Er wollte jetzt gehen.
wir
wollten
🚪Wir wollten jetzt gehen.
ihr
wolltet
🚪Ihr wolltet jetzt gehen.
sie/Sie
wollten
🚪Sie wollten jetzt gehen.

Konjunktiv II Höflichkeit

„Wollte“ im Konjunktiv II wird oft für höfliche Bitten und Fragen verwendet. Die Form klingt zurückhaltender als das Präsens. Typisch sind Formulierungen wie „Ich wollte fragen“ oder „Wolltest du“. In formellen Situationen wirkt diese Konstruktion besonders respektvoll.

Rule
Example
‚Ich wollte‘ kann eine höfliche Einleitung für eine Bitte sein.
🙏Ich wollte Sie um Hilfe bitten.
‚Wolltest du‘ kann eine vorsichtige Nachfrage sein.
🗨️Wolltest du noch etwas sagen?
Höflichkeit entsteht durch den Konjunktiv II, nicht nur durch das Wort ‚wollen‘.
📨Ich wollte fragen, ob das möglich ist.

Perfektbildung

Das Perfekt von „wollen“ wird mit „haben“ und dem Partizip II „gewollt“ gebildet. Die Form drückt einen abgeschlossenen Wunsch oder eine abgeschlossene Absicht aus. Im Alltag steht oft das Präteritum oder Präsens, aber das Perfekt ist für bestimmte Kontexte wichtig. Das Partizip II erscheint meist mit einem Hilfsverb.

Rule
Example
Das Perfekt wird mit ‚haben‘ + ‚gewollt‘ gebildet.
🏠Ich habe nach Hause gehen wollen.
Bei zwei Verben steht ‚gewollt‘ am Satzende.
📚Sie hat das Buch lesen wollen.
‚Gewollt‘ ist das Partizip II von ‚wollen‘.
⏲️Wir haben das schon lange gewollt.

Kurzformen und Stil

Im Alltag werden „ich will“ und „wir wollen“ sehr häufig genutzt, um Absichten klar auszudrücken. „Wollte“ klingt in der Vergangenheit erzählerisch und in der Höflichkeit vorsichtig. „Würde wollen“ ist eine Umschreibung, die oft noch höflicher oder hypothetischer wirkt. Die Wahl der Form beeinflusst Direktheit und Ton.

Word/Phrase
Definition
Example
will
Präsens drückt eine direkte Absicht aus.
🍵Ich will einen Tee.
wollte
Konjunktiv II drückt höfliche Zurückhaltung aus.
🍵Ich wollte einen Tee.
würde wollen
Umschreibung macht den Wunsch hypothetischer.
🍵Ich würde einen Tee wollen.

Zusammenfassung

Die Kernformen sind „will“ im Präsens für ich und er/sie/es, „wollte“ im Präteritum und Konjunktiv II, und „gewollt“ als Partizip II. Der Infinitiv bleibt fast immer am Satzende. Höflichkeit entsteht durch den Konjunktiv II und passende Formulierungen. Die sichere Unterscheidung der Stämme macht die Konjugation von „wollen“ stabil im Gebrauch.