Wollen – will, willst, wollen, wollte
Dieses Modul behandelt die Konjugation des Verbs 'wollen' im Deutschen, einschließlich Präsens, Präteritum und Konjunktiv. Perfekt für das Verständnis von Wunsch, Absicht und Höflichkeit.
Grundbedeutung
„Wollen“ drückt im Deutschen einen Wunsch oder eine Absicht aus und kann je nach Zeitform Vergangenheit, Gegenwart oder Möglichkeit markieren. Im Präsens steht oft die persönliche Absicht im Vordergrund. Im Präteritum wird häufig berichtet, was jemand wollte. Im Konjunktiv wird Möglichkeit oder Höflichkeit ausgedrückt. Die Konjugation ist unregelmäßig.
Präsens Stamm
Im Präsens lautet der Stamm „will-“ für ich und er/sie/es und „woll-“ für du, wir, ihr und sie/Sie. Der Wechsel zwischen „will-“ und „woll-“ ist eine Kernregel für das Präsens. Die Endungen folgen den typischen Mustern für starke Verben im Präsens. Die Formen „ich will“ und „er will“ sind kurz und hochfrequent.
Subject | Form | Example |
|---|---|---|
ich | will | |
du | willst | |
er/sie/es | will | |
wir | wollen | |
ihr | wollt | |
sie/Sie | wollen |
Präsens Verwendung
Im Präsens drückt „wollen“ einen aktuellen Wunsch oder eine geplante Absicht aus. Der Infinitiv steht meist am Satzende nach „wollen“. In Fragesätzen steht das konjugierte „wollen“ typischerweise an zweiter Stelle. „Wollen“ kann direkt mit einem Objekt stehen, wenn der Wunsch klar ist.
Rule | Example |
|---|---|
Nach ‚wollen‘ steht der Infinitiv am Satzende. | |
‚Wollen‘ an zweiter Stelle bildet eine Aussage im Deutschen. | |
In direkten Fragen steht ‚wollen‘ auf Position eins. |
Präteritum Stamm
Im Präteritum lautet der Stamm „wollt-“ und nimmt die typischen Endungen des Präteritums. Die Form „ich wollte“ wird für vergangene Wünsche oder Absichten verwendet. Auch „er wollte“ folgt diesem Muster. Das Präteritum ist im geschriebenen Deutsch besonders häufig.
Subject | Form | Example |
|---|---|---|
ich | wollte | |
du | wolltest | |
er/sie/es | wollte | |
wir | wollten | |
ihr | wolltet | |
sie/Sie | wollten |
Präteritum Verwendung
Das Präteritum von „wollen“ beschreibt einen Wunsch oder eine Absicht in der Vergangenheit. Oft steht es in Erzählungen, Berichten oder geschriebenen Texten. Der Infinitiv bleibt wie im Präsens am Satzende. In der gesprochenen Sprache wird häufig das Perfekt als Alternative verwendet, aber „wollte“ bleibt zentral für das Schriftdeutsch.
Rule | Example |
|---|---|
‚Wollte‘ drückt einen vergangenen Wunsch aus. | |
Nach ‚wollte‘ steht der Infinitiv am Satzende. | |
Im Präteritum bleibt die Wortstellung wie im Präsens. |
Konjunktiv II Stamm
Im Konjunktiv II lautet die Form „wollte“ und ist oft nicht vom Präteritum zu unterscheiden. Der Konjunktiv II drückt Möglichkeit, Unwirklichkeit oder höfliche Zurückhaltung aus. In der Standardsprache wird zur Klarheit oft „würde + Infinitiv“ verwendet, aber „wollte“ bleibt korrekt. Der Infinitiv steht wie gewohnt am Satzende.
Subject | Form | Example |
|---|---|---|
ich | wollte | |
du | wolltest | |
er/sie/es | wollte | |
wir | wollten | |
ihr | wolltet | |
sie/Sie | wollten |
Konjunktiv II Höflichkeit
„Wollte“ im Konjunktiv II wird oft für höfliche Bitten und Fragen verwendet. Die Form klingt zurückhaltender als das Präsens. Typisch sind Formulierungen wie „Ich wollte fragen“ oder „Wolltest du“. In formellen Situationen wirkt diese Konstruktion besonders respektvoll.
Rule | Example |
|---|---|
‚Ich wollte‘ kann eine höfliche Einleitung für eine Bitte sein. | |
‚Wolltest du‘ kann eine vorsichtige Nachfrage sein. | |
Höflichkeit entsteht durch den Konjunktiv II, nicht nur durch das Wort ‚wollen‘. |
Perfektbildung
Das Perfekt von „wollen“ wird mit „haben“ und dem Partizip II „gewollt“ gebildet. Die Form drückt einen abgeschlossenen Wunsch oder eine abgeschlossene Absicht aus. Im Alltag steht oft das Präteritum oder Präsens, aber das Perfekt ist für bestimmte Kontexte wichtig. Das Partizip II erscheint meist mit einem Hilfsverb.
Rule | Example |
|---|---|
Das Perfekt wird mit ‚haben‘ + ‚gewollt‘ gebildet. | |
Bei zwei Verben steht ‚gewollt‘ am Satzende. | |
‚Gewollt‘ ist das Partizip II von ‚wollen‘. |
Kurzformen und Stil
Im Alltag werden „ich will“ und „wir wollen“ sehr häufig genutzt, um Absichten klar auszudrücken. „Wollte“ klingt in der Vergangenheit erzählerisch und in der Höflichkeit vorsichtig. „Würde wollen“ ist eine Umschreibung, die oft noch höflicher oder hypothetischer wirkt. Die Wahl der Form beeinflusst Direktheit und Ton.
Word/Phrase | Definition | Example |
|---|---|---|
will | Präsens drückt eine direkte Absicht aus. | |
wollte | Konjunktiv II drückt höfliche Zurückhaltung aus. | |
würde wollen | Umschreibung macht den Wunsch hypothetischer. |
Zusammenfassung
Die Kernformen sind „will“ im Präsens für ich und er/sie/es, „wollte“ im Präteritum und Konjunktiv II, und „gewollt“ als Partizip II. Der Infinitiv bleibt fast immer am Satzende. Höflichkeit entsteht durch den Konjunktiv II und passende Formulierungen. Die sichere Unterscheidung der Stämme macht die Konjugation von „wollen“ stabil im Gebrauch.