🔗Relativpronomen

🇩🇪Deutsch

Deutsch: Relativpronomen dieser Module erklärt die Verwendung von Relativpronomen im Deutschen. Lerne, wie man

Grundidee

Relativpronomen verbinden zwei Aussagen, indem sie ein Nomen oder Pronomen näher bestimmen. Sie leiten einen Relativsatz ein und verweisen auf das Bezugswort. Im Deutschen richten sich Relativpronomen nach Genus und Numerus des Bezugsworts. Der Kasus hängt von der Funktion im Relativsatz ab. Ein Relativsatz steht oft direkt nach dem Bezugswort.

Formen Nominativ

Im Nominativ stehen meist „der“, „die“, „das“ und „die“ für maskulin, feminin, neutrum und Plural. Sie richten sich nach dem Genus und Numerus des Bezugsworts. Der Nominativ wird verwendet, wenn das Relativpronomen das Subjekt des Relativsatzes ist. Auch „wer“ kann als Relativpronomen auftreten, hat aber eine andere Funktion und wird hier nicht behandelt. Die Auswahl im Nominativ ist die Grundlage für viele Relativsätze.

BezugswortForm
🔹maskulin👤der
🔸feminin👩‍🦰die
⚪️neutrum🧸das
🔷Plural👥die

Formen Akkusativ

Im Akkusativ lauten die Formen „den“, „die“, „das“ und „die“ für maskulin, feminin, neutrum und Plural. Der Akkusativ wird verwendet, wenn das Relativpronomen das direkte Objekt im Relativsatz ist. Genus und Numerus bleiben vom Bezugswort bestimmt. In vielen Sätzen ist der Unterschied zwischen Nominativ und Akkusativ bei „die“ und „das“ nicht sichtbar, bei Maskulinum aber schon. Deshalb ist die maskuline Form im Akkusativ besonders wichtig.

BezugswortForm
🔹maskulin🎯den
🔸feminin👩‍🦰die
⚪️neutrum🧸das
🔷Plural👥die

Formen Dativ

Im Dativ stehen „dem“, „der“ und „den“ für maskulin, neutrum, feminin und Plural. Der Dativ wird verwendet, wenn das Relativpronomen im Relativsatz ein indirektes Objekt oder eine andere Dativfunktion hat. Im Plural steht zusätzlich oft ein „-n“ am Substantiv, aber das betrifft das Bezugswort, nicht das Pronomen. Die Unterscheidung zwischen Dativ und den anderen Kasus stützt sich auf die Rolle im Relativsatz. Präpositionen im Relativsatz regieren ebenfalls den Dativ, wenn sie ihn verlangen.

BezugswortForm
🔹maskulin💭dem
⚪️neutrum💭dem
🔸feminin💡der
🔷Plural🌱den

Formen Genitiv

Im Genitiv lauten die Formen „dessen“, „deren“ und „deren“ für maskulin, neutrum und feminin, Plural. Der Genitiv wird verwendet, wenn das Relativpronomen im Relativsatz Besitz oder Zugehörigkeit ausdrückt. Oft steht nach dem Relativpronomen ein Substantiv, auf das sich der Besitz bezieht. Im modernen Deutsch wird der Genitiv im Relativsatz seltener, bleibt aber in formeller Sprache wichtig. Die Formen sind klar voneinander zu trennen, weil sie unterschiedliche Bezugswörter markieren.

BezugswortForm
🔹maskulin🏷️dessen
⚪️neutrum🏷️dessen
🔸feminin🎟️deren
🔷Plural🎟️deren

Kasuswahl

Der Kasus des Relativpronomens wird durch seine Funktion im Relativsatz bestimmt, nicht durch die Rolle im Hauptsatz. Typische Auslöser sind Subjekt, direktes Objekt, indirektes Objekt und Genitivattribut im Relativsatz. Präpositionen im Relativsatz verlangen den Kasus, den sie auch sonst regieren. Das Bezugswort bleibt der Anker für Genus und Numerus. Die richtige Kombination entsteht, wenn man zuerst das Bezugswort und dann die Rolle im Relativsatz identifiziert.

Regel
🏛️Das Relativpronomen steht im Kasus, den seine Funktion im Relativsatz verlangt.
📌Genus und Numerus richten sich nach dem Bezugswort.
🪧Präpositionen im Relativsatz bestimmen den Kasus des Relativpronomens.

Präpositionen

Steht eine Präposition vor dem Relativpronomen, regiert sie den Kasus wie in einfachen Sätzen. Die Präposition steht direkt vor dem Relativpronomen und nicht am Satzende. Häufige Kombinationen sind Dativ mit „mit“, „bei“ und „zu“ und Akkusativ mit „für“ und „durch“. Auch im Relativsatz bleibt die Wortstellung der Präpositionalphrase stabil. Die Präposition verbindet sich inhaltlich mit dem Verb oder dem Substantiv, auf das sie sich bezieht.

Wort/PhraseDefinition
🤝mit🟦„Mit“ regiert den Dativ im Relativsatz.
🏠bei🟦„Bei“ regiert den Dativ im Relativsatz.
🚪zu🟦„Zu“ regiert den Dativ im Relativsatz.
🎁für🟥„Für“ regiert den Akkusativ im Relativsatz.
🚪durch🟥„Durch“ regiert den Akkusativ im Relativsatz.

„Welch-“ Reihe

„Welcher“, „welche“ und „welches“ können im Deutschen als Relativpronomen verwendet werden, vor allem in formeller oder schriftlicher Sprache. Sie werden wie die definite Artikel dekliniert und richten sich nach Genus, Numerus und Kasus. Im modernen Sprachgebrauch dominiert oft die „der/die/das“-Reihe, besonders in Alltagssprache. Die „welch-“ Reihe erscheint häufig, wenn der Satz besonders klar oder kontrastiv sein soll. Ihre Verwendung ist korrekt, bleibt aber stilistisch markiert.

Regel
📝„Welcher“, „welche“ und „welches“ können als Relativpronomen stehen.
🔄Sie werden nach Genus, Numerus und Kasus dekliniert wie „der/die/das“.
🎩Die „welch-“ Reihe klingt formeller als „der/die/das“.

Zusammenfassung

Relativpronomen verbinden Sätze und richten sich nach Genus und Numerus des Bezugsworts. Der Kasus hängt von der Funktion im Relativsatz ab und wird oft durch Subjekt, Objekt oder Präposition bestimmt. Die Grundformen sind „der“, „die“, „das“ im Nominativ und „den“, „die“, „das“ im Akkusativ. Im Dativ und Genitiv unterscheiden sich die Formen deutlich, besonders bei Plural und Besitzanzeige. Sicheren Relativsatzbau erhält man durch klare Kasusanalyse im Relativsatz.

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