Konstruktionen mit Verben
Dein Kurs zu Konstruktionen mit Verben im Deutschen. Lerne verschiedene Verbalkonjunktionen, Tempus- und Modus-Konstruktionen sowie deren Anwendung im Alltag.
Überblick
Im Deutschen verbinden Verbalkonstruktionen Verben mit Ergänzungen oder anderen Verben. Häufige Typen sind Verb mit Infinitiv, Verb mit zu Infinitiv, Verb mit Nebensatz und Verb mit Partizip. Die Wahl der Konstruktion hängt vom Bedeutungsfeld und oft auch vom einzelnen Verb ab.
Infinitiv
Der reine Infinitiv tritt meist in Verbindung mit Modalverben und lassen. Er drückt eine Handlung aus, die mit dem Vollverb beschrieben wird. Die Personalform steht beim Modalverb oder bei lassen, der Infinitiv bleibt unverändert.
Regel |
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zu + Infinitiv
Viele Verben, Adjektive und Substantive fordern im Deutschen einen zu Infinitiv. Zu steht direkt vor dem Infinitiv und markiert eine eingebettete Handlung oder Absicht. Zwischen zu und dem Infinitiv können kurze Satzteile stehen, meist Subjekt- oder Objektpronomen.
Regel |
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Verb + dass
Viele Verben regieren im Deutschen einen dass-Satz als Ergänzung. Der dass-Satz enthält eine eigene Verbform und folgt den Satzstellungsregeln des Nebensatzes. Im Nebensatz steht das finite Verb typischerweise am Ende.
Regel |
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Verb + Objektergänzung
Viele Verben fordern spezifische Ergänzungen, zum Beispiel Akkusativ oder Dativ. Die Konstruktion bestimmt, welche Kasus im Satz erscheinen. Die Bedeutung des Verbs kann sich mit der Wahl der Ergänzung ändern oder präziser werden.
Regel |
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Verb + Präposition
Viele Verben verbinden sich mit einer festen Präposition und einer Ergänzung. Die Präposition legt mit dem Verb zusammen die Bedeutung und oft den Kasus der Ergänzung fest. Diese Verbindungen werden als Präpositionalgefüge gelernt.
Word/Phrase | Definition |
|---|---|
warten auf | |
denken an | |
sich freuen über | |
sich freuen auf |
Partizip-Konstruktionen
Im Deutschen bilden Partizipien Perfektformen und können auch als Attribute oder in Nebenkonstruktionen auftreten. Das Partizip II wird für das Perfekt, Plusquamperfekt und das Passiv Perfekt verwendet. In verkürzten Strukturen kann ein Partizip eine Gleichzeitigkeit oder Vorzeitigkeit ausdrücken.
Regel |
|---|
Modalverben
Modalverben drücken im Deutschen Möglichkeit, Notwendigkeit, Erlaubnis, Wunsch oder Verpflichtung aus. Sie stehen mit einem Infinitiv ohne zu und tragen die Personalendungen. Die Bedeutung der Konstruktion ändert sich mit dem gewählten Modalverb, nicht mit dem Infinitiv.
Word/Phrase | Definition |
|---|---|
können | |
müssen | |
dürfen | |
wollen |
Satzstellung
In deutschen Hauptsätzen steht die finite Verbform typischerweise an zweiter Stelle. In Nebensätzen, besonders bei dass und zu Infinitiv mit dass-Ergänzung, steht die finite Verbform am Satzende. Bei zu Infinitiv-Konstruktionen steht zu Infinitiv am Ende des entsprechenden Teilsatzes.
Regel |
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Im Hauptsatz steht die finite Verbform an Position zwei. 2️⃣ |
Zusammenfassung
Deutsche Verbalkonstruktionen bauen auf festen Mustern wie Infinitiv, zu Infinitiv, dass-Satz, Kasusergänzungen und Präpositionalgefügen auf. Die sichere Verwendung hängt vom passenden Verb und der korrekten Satzstellung ab. Wiederkehrende Strukturen erleichtern das schnelle Erkennen und Bilden von Sätzen.