Superlativ
Superlativ im Deutschen: Lerne, wie man den Superlativ bildet und benutzt. Dieser Kurs deckt Adjektive im Superlativ ab, inklusive Regeln und Ausnahmen.
Grundidee
Der Superlativ drückt im Deutschen die höchste Steigerungsform aus. Oft bedeutet das „am meisten“ oder „der/die/das x‑ste“. Im Satz wird meist eine Sache mit allen anderen verglichen. Der Superlativ steht mit oder ohne Artikel, je nach Satzbau.
Kurzform
Bei der Kurzform steht der Superlativ meist vor dem Nomen mit Artikel. Die typische Endung ist „-ste“ mit passenden Adjektivendungen. Diese Form benutzt man oft in attributiver Stellung.
Regel | Beispiel |
|---|---|
Der Superlativ mit Artikel steht vor dem Nomen und bekommt -ste mit Adjektivendung. | |
Bei attributivem Gebrauch passt sich die Endung an Genus, Numerus und Kasus an. |
Langform
Die Langform steht meist nach dem Nomen oder prädikativ mit „am“. Sie wird mit „am“ und der Endung „-sten“ gebildet. Diese Form ist im Deutschen sehr häufig, besonders mit Verben wie „sein“.
Regel | Beispiel |
|---|---|
Der Superlativ steht mit am und -sten nach dem Nomen oder als Prädikativ. | |
Mit sein wird oft die am-Form verwendet. |
Endungen
Die Kurzform nutzt -ste und bekommt zusätzlich die normale Adjektivendung. Die Langform nutzt -sten ohne weitere Adjektivendung, weil „am“ wie ein festes Element wirkt. Die Wahl der Endung hängt also von der Struktur im Satz ab.
Regel | Beispiel |
|---|---|
Bei der Kurzform steht -ste plus Adjektivendung vor dem Nomen. | |
Bei der Langform steht -sten nach am ohne weitere Endung. |
Stammregeln
Wörter auf -d, -t, -s, -ß, -sch, -z und -x fügen im Superlativ oft ein eingeschobenes e ein. Das ergibt -est(e) statt nur -st(e). Die Aussprache bleibt dadurch klarer.
Regel | Beispiel |
|---|---|
Adjektive auf -t bilden den Superlativ meist mit -est. | |
Adjektive auf -s oder -ß bilden den Superlativ meist mit -est. | |
Adjektive auf -sch bilden den Superlativ meist mit -est. |
Umlaut
Viele einsilbige Adjektive bekommen im Komparativ und oft auch im Superlativ einen Umlaut. Der Umlaut ist bei manchen Wörtern fest, bei anderen flexibel oder alternd. Im Superlativ bleibt die Grundregel: -ste oder -sten mit möglichem Umlaut.
Wort/Phrase | Definition | Beispiel |
|---|---|---|
Der Vokal erhält im Superlativ einen Umlaut. | ||
Der Vokal erhält im Superlativ einen Umlaut. | ||
Der Vokal erhält im Superlativ einen Umlaut. | ||
Der Vokal erhält im Superlativ einen Umlaut. |
Unregelmäßig
Einige Adjektive haben im Superlativ Sonderformen oder sind sehr untypisch. „Gut“ wird zu „am besten“ und „der beste“. „Hoch“ verliert im Superlativ oft das c: „am höchsten“, „der höchste“.
Wort/Phrase | Definition | Beispiel |
|---|---|---|
Der Superlativ ist am besten und der beste. | ||
Der Superlativ ist am höchsten und der höchste. | ||
Der Superlativ ist am nächsten und der nächste. |
Mit Präposition
Mit Präpositionen wie „von“ oder „in“ kann der Superlativ Gruppen oder Bereiche angeben. Oft steht dann die Kurzform mit Artikel. Der Vergleich bezieht sich dann auf eine definierte Menge.
Regel | Beispiel |
|---|---|
Der Superlativ mit von bezeichnet die höchste Stufe in einer Gruppe. | |
Der Superlativ mit in bezieht sich auf einen Bereich. |
Ohne Nomen
Der Superlativ kann substantiviert werden und steht dann oft mit Artikel. Die Form bleibt wie bei der Kurzform, aber das Adjektiv wird zum Hauptwort. Im Alltag sieht man das häufig mit „das Beste“, „das Wichtigste“ oder „das Größte“.
Wort/Phrase | Definition | Beispiel |
|---|---|---|
Der substantivierte Superlativ meint die höchste Qualität oder Auswahl. | ||
Der substantivierte Superlativ meint den wichtigsten Punkt. |
Wortstellung
Im Deutschen steht die Kurzform vor dem Nomen, die Langform meist nach dem Verb. Bei prädikativer Verwendung bleibt das Adjektiv frei stehen. Die Wahl der Form beeinflusst, wo das Adjektiv im Satz auftaucht.
Regel | Beispiel |
|---|---|
Die Kurzform steht vor dem Nomen mit Artikel. | |
Die Langform steht nach dem Verb mit am. |