Adjektivdeklination
Lerne die Adjektivdeklination im Deutschen und passe Adjektive sicher an Artikel, Kasus, Genus und Numerus an.
Grundidee
Die Endung eines Adjektivs zeigt zusammen mit dem Artikel Genus, Numerus und Kasus. Das Adjektiv steht vor dem Nomen und passt sich an die Form der Nominalgruppe an. Welche Endung kommt, hängt vor allem vom Artikeltyp ab. In festen Wendungen und in einzelnen stilistischen Varianten gibt es manchmal schwankenden Gebrauch.
Signale
Für die Adjektivendung sind drei grammatische Signale wichtig: Kasus, Genus und Numerus. Dazu kommt der Artikeltyp: bestimmter Artikel, unbestimmter Artikel oder kein Artikel. Die Endung zeigt oft genau die Information, die der Artikel nicht klar zeigt.
Schwach
Die schwache Deklination steht nach einem bestimmten Artikel. Der Artikel zeigt hier meist schon Kasus, Genus und Numerus deutlich. Darum ist die Adjektivendung oft -e oder -en.
Stark
Die starke Deklination steht meist ohne Artikel. Dann trägt das Adjektiv selbst die wichtigste Information für Kasus, Genus und Numerus. Darum sind die Endungen hier am deutlichsten.
Gemischt
Die gemischte Deklination steht nach einem unbestimmten Artikel und ähnlichen Wörtern. Dazu gehören ein, kein und Possessivartikel wie mein oder unser. Wo der Artikel die Form nicht klar zeigt, bekommt das Adjektiv eine starke Endung; sonst bekommt es meist eine schwache Endung.
Ohne Artikel
Ohne Artikel benutzt man die starke Deklination. Das gilt auch nach Wörtern wie etwas, mehr, wenig oder viel, wenn kein anderer Artikel die Form markiert. Im Alltag sind manche Wendungen fest, deshalb klingt nicht jede theoretisch mögliche Form gleich üblich.
Kasusblick
Der Kasus verändert die Endung systematisch. Im Dativ steht sehr oft -en, besonders nach Artikelwörtern. Im Genitiv Singular sind Formen auf -en oder -er wichtig; bei einzelnen festen Wendungen gibt es aber seltene oder ältere Varianten.
Jetzt kannst du
Du kannst jetzt Adjektive in einer Nominalgruppe nach Kasus, Genus und Numerus anpassen. Du kannst starke, schwache und gemischte Deklination unterscheiden und den Artikeltyp als Signal benutzen. Du kannst auch erkennen, dass es in festen Wendungen und bei einzelnen stilistischen Formen gelegentlich schwankenden Gebrauch gibt.