Reflexive Verben
Lerne Reflexive Verben im Deutschen zu erkennen und richtig zu verwenden. Übe Reflexivpronomen, Satzstellung und typische Verben.
Reflexive Verben stehen mit einem Reflexivpronomen wie mich, dich, sich oder uns. Das Pronomen zeigt, dass die Handlung zur gleichen Person oder Sache gehört wie das Subjekt. Im Alltag geht es oft um Körperpflege, Bewegungen, Gefühle oder Veränderungen. Einige Verben sind klar reflexiv, andere können reflexiv oder nicht reflexiv sein, je nach Bedeutung und Kontext.
Das Reflexivpronomen passt zur Person im Satz. In der 1. und 2. Person sieht man andere Formen, in der 3. Person und im Plural oft sich. Ohne das passende Pronomen ist das reflexive Verb nicht korrekt gebaut.
| Subjekt | Form |
|---|---|
| ich | mich |
| du | dich |
| er sie es | sich |
| wir | uns |
| ihr | euch |
| sie Sie | sich |
Manche Verben werden im Deutschen normalerweise reflexiv gebraucht. Bei ihnen gehört das Reflexivpronomen fest zum Verb. Die Bedeutung ist oft nicht direkt wörtlich, sondern als ganze Verbindung zu verstehen.
| Wort oder Ausdruck | Definition |
|---|---|
| Dieses Verb bedeutet, dass jemand schnell handelt oder wenig Zeit hat. | |
| Dieses Verb bedeutet, dass jemand etwas im Gedächtnis hat oder wieder denkt. | |
| Dieses Verb beschreibt ein positives Gefühl über etwas. | |
| Dieses Verb zeigt, dass etwas für jemanden wichtig oder spannend ist. |
Bei einigen Verben macht die Person wirklich etwas mit sich selbst. Das Reflexivpronomen hat dann eine klare Bedeutung. Das sieht man oft bei Körper- und Alltagsaktionen.
| Wort oder Ausdruck | Definition |
|---|---|
| Dieses Verb bedeutet, dass eine Person den eigenen Körper sauber macht. | |
| Dieses Verb bedeutet, dass eine Person die eigenen Haare ordnet. | |
| Dieses Verb bedeutet, dass eine Person in eine sitzende Position geht. | |
| Dieses Verb bedeutet, dass eine Person den eigenen Körper bewegt oder die Position ändert. |
Reflexivpronomen stehen oft im Akkusativ. Wenn im Satz schon ein anderes Akkusativobjekt steht, benutzt man bei vielen Verben den Dativ. In der 3. Person ist die Form im Dativ sich und im Akkusativ auch sich, deshalb sieht man den Unterschied dort nicht. Nicht jedes Verb erlaubt beide Muster; der Gebrauch hängt vom Verb und vom Kontext ab.
| Regel |
|---|
Im Hauptsatz steht das konjugierte Verb an zweiter Stelle. Das Reflexivpronomen steht meist nah beim Verb, oft direkt nach dem Verb oder nach dem Subjekt, wenn das Subjekt an erster Stelle steht. Im Nebensatz steht das Reflexivpronomen vor dem Verb am Satzende.
| Regel |
|---|
Auch trennbare Verben können reflexiv sein. Dann bleibt das Reflexivpronomen beim Verbteil im Satz und die Vorsilbe trennt sich im Hauptsatz ab. Im Infinitiv und im Nebensatz stehen die Teile wieder zusammen.
| Wort oder Ausdruck | Definition |
|---|---|
| Dieses Verb bedeutet, dass eine Person Kleidung an den eigenen Körper zieht. | |
| Dieses Verb bedeutet, dass eine Person Pause macht und Kraft sammelt. | |
| Dieses Verb kann bedeuten, dass eine Person den eigenen Namen nennt oder sich etwas im Kopf bildet. | |
| Dieses Verb bedeutet, dass eine Person in verschiedene Richtungen schaut. |
Einige Verben gibt es reflexiv und nicht reflexiv. Dann ändert sich oft die Bedeutung, oder der Satz beschreibt eine andere Situation. Bei manchen Verben ist der Gebrauch nicht in allen Regionen und Kontexten ganz gleich, deshalb sollte man auf die übliche Verbindung achten und echte Variation akzeptieren.
| Regel |
|---|
Du kannst jetzt reflexive Verben im Deutschen erkennen und ihre Grundbedeutung verstehen. Du kannst das Reflexivpronomen an die Person anpassen und häufige Muster mit Akkusativ, Dativ, Satzposition und trennbaren Verben einordnen. Du weißt auch, dass einige Verben fest reflexiv sind und andere je nach Bedeutung oder Kontext reflexiv oder nicht reflexiv gebraucht werden.